Vortrag und Gespräch mit Friedrich Schorlemmer

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(c) Sandy Rau

Im 20. Jahr des Mauerfalls wird klar, dass Heimat ein Begriff ist, mit dem Deutsche in Ost und West dasselbe verbinden, einen Ort, an dem das Herz zu Hause ist und aus dem heraus der Mensch Kraft schöpfen und sein Leben gestalten kann.

Als engagierter Bürgerrechtler und streitbarer Publizist beschreibt Schorlemmer seine Heimat in der DDR und im vereinigten Deutschland. Er ermutigt zur Suche nach einem Ort, an dem wir anerkannt und gebraucht werden, zum Bruch mit falschen Überzeugungen und zu Toleranz.

Für Schorlemmer umfasst Heimat alles, was unser Selbst ausmacht:  Herkunft, Bindungen an Menschen, Landschaften, politische Ereignisse, Erinnerungen, Geschichten, Bilder und Bücher. Er erzählt von der Gemeinschaft in Familie, Kirche, von öffentlichem Engagement, der Sehnsucht nach Freiheit und der Angst vor Verlusten. Der Publizist und Theologe warnt vor Heimatliebe, die einengt und ausgrenzt. Sein Buch ist ein Plädoyer für Besinnung auf tragfähige Werte und innere Gewissheiten.

Im Rahmen der Neustädter Festwoche „20 Jahre Friedliche Revolution“ und der Aktion„Deutschland liest. Treffpunkt Bibliothek“ kommt Friedrich Schorlemmer, im Gepäck sein aktuelles Buch „Wohl dem, der Heimat hat“, nach Neustadt. Am Freitag, 13. November 2009, sind alle Interessierten ab 19:30 Uhr herzlich in die Stadtbibliothek eingeladen.

Die Veranstaltung ist ausverkauft!

Veröffentlicht in: on November 5, 2009 at 11:26 Kommentar schreiben

Folk Noir in der Tradition von Jacques Brel, Nick Lowe oder Beaver and Krause

Zu Unrecht gilt Paul Armfield als ewiger Geheimtipp der englischen Singer/Songwriter Szene. Auf der Isle of Wight sitzt der 2,05m große Mann in seinem kleinen, gut sortierten Buchladen und wehrt sich gegen den Kommerz im Musikbusiness; schreibt Songs verträumt, zynisch und sozialkritisch.

Nicht zuletzt deshalb pressen ihn Musikkritiker des „Rolling Stone“ und anderer einschlägiger „Fach“journale in die Schublade „alternativ“ und „independent“. Dass die Medien darauf abfahren, liegt wohl einzig und allein an der Qualität der Songs. Paul Armfield ist weder jung noch schön oder superwitzig.

Seine Balladen und Songs sind wie tausend süße Tode. Bittersüß und charmant erzählt Paul Armfield aus seinem Leben, singt von den kleinen Dingen mit großer Geste und warmem Timbre. Mit seiner Band „Four good reasons“ auch in Europa unterwegs, erfasst der charismatische Bassist nun schon viele Jahre die Gefühle der Zuhörer. Paul Armfields unglaubliche Verschmelzung von Folk Noir mit einer witzig-sympathischen Herangehensweise an  Melancholie lässt keine Wahl.

Ein unbezwingbarer Kontrabass, Armfields mal bärige; mal kehlige Stimme und eine Prise GitarreMandolineBanjo lassen zerbrechliche Songs entstehen: weit, dunkel, Trost spendend, wunderschön.

Bilder von der Veranstaltung

Veröffentlicht in: on Oktober 14, 2009 at 11:01 Kommentar schreiben

Leben und Glauben in Deutschland

Bereits zum zweiten Mal waren Lilo Almstadt und Heinz Meyer bei uns zu Gast. Angelehnt an ihr Buch „So leben und glauben wir in Deutschland“ stellten die beiden fünf Familien in Bild und Musik aus fünf verschiedenen Religionen und
Ländern vor. Anschließend fand ein Quiz statt, bei dem die Kinder zeigen konnten, was sie gelernt haben.

Bilder von der Veranstaltung gibt es HIER.

Veröffentlicht in: on Oktober 7, 2009 at 10:07 Kommentar schreiben

Wendedankfest mit Stephan Krawczyk

Über 70 begeisterte Zuhörer erlebten am 2. September das „Wendedankfest“ von und mit Stephan Krawczyk. Bilder gibt es HIER.

Veröffentlicht in: on September 4, 2009 at 10:47 Kommentar schreiben

Pogo im Bratwurstland. Punk in Thüringen

Punk’s not dead. Diese geläufige Floskel kann auf eine Subkultur angewandt werden, die einen Sammelbegriff meint. Punk ist extrem vielfältig, ist Provokation, der Auftritt als Störenfried war das Programm. Punk in der DDR ist vorbei, aber nicht gestorben. Der Krawall, den die Punks veranstalteten, währte genau zehn Jahre, von 1979 bis 89.
Vielleicht führten sie nicht den Zusammenbruch des Staates herbei, aber sie erzeugten eine nervöse Balance des Systems, die 1989 nicht mehr zu halten war.
Welchen Einfluss und welche Repressalien die junge Bewegung der Punk-Kultur in der DDR und speziell in Thüringen erlebte und bewirkte, wird in einer ausgedehnten und zahlreich bebilderten Studie von Anne Hahn, selbst Organisatorin zahlreicher Punk-Konzerte vor 1989, erzählt. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit berichtet die Autorin von 30 Jahren „Punk in Thüringen“, begleitet von neuen „Punk-Anekdoten“ des Thüringers Montezuma Sauerbier. Bei der Präsentation werden eine Dia-Show mit zahlreichen Fotografien zum Thema, eine Musikauswahl und eine abwechslungsreiche Lesung aus Textstücken und Punk-Anekdoten zu Gehör und Ansicht gebracht.
Zu dieser Veranstaltung, organisiert in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und dem Freizeitzentrum, lädt die Stadtbibliothek Neustadt am Dienstag, 25.8., 19.30 Uhr in das Exil-Café des Freizeitzentrums (Dimitroffstr. 4) ein. Der Eintritt ist frei.

Veröffentlicht in: on August 19, 2009 at 10:25 Kommentar schreiben

Bücherwürmer sammeln und gewinnen

Ab dem Beginn des neuen Schuljahres am 6. August startet auch bei uns die von der Landesfachstelle für Bibliotheken initiierte Aktion „Durch Lesen punkten“. Grundschüler aus Neustadt und Umgebung, die regelmäßig in die Bibliothek kommen und Bücher ausleihen, sammeln Bücherwürmer. Die fleißigsten Leser bekommen am Schuljahresende tolle Sachpreise.

Mehr Infos finden Sie HIER.

Veröffentlicht in: on Juli 23, 2009 at 11:24 Kommentar schreiben

Kindergeschichten aus Österreich

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Rudolf Gigler, freier Schriftsteller aus Österreich und zur Zeit auf Lesereise in Deutschland unterwegs (organisiert vom Friedrich-Boedecker-Kreis), begeisterte in zwei Veranstaltungen über 80 Schülerinnen und Schüler der 1. und 2. Klasse. Mit großer Hingabe stellte er Geschichten aus seinem Fundus von mittlerweile über 30 Kinder- und Jugendbüchern vor, beispielsweise  „Der König mit den O-Beinen“.

Mehr Infos: www.rgigler.com

Veröffentlicht in: on Juni 19, 2009 at 9:46 Kommentar schreiben

Neue Romane im Juni

Wer wissen will, welche Romane wir neu im Bestand haben, klickt HIERHIN !

Veröffentlicht in: on Juni 18, 2009 at 3:28 Kommentar schreiben

Lesung mit Michael G. Fritz

Einen Abend der besonderen Art (organisiert in Zusammenarbeit mit Lesezeichen e.V.) erlebten die literaturinteressierten Zuhörer am 27. Mai. Nachdem Michael G. Fritz aus seinem Buch „Tante Laura“ gelesen hatte, entwickelte sich eine interessante Gesprächsrunde.

Michael G. Fritz:
Geboren 1953 in Berlin, studierte Michael G. Fritz in Freiberg Tiefbohrtechnik und wurde 1974 aus politischen Gründen exmatrikuliert. Anschließend arbeitete er als Beifahrer und Lagerarbeiter. Seit 1976 übt er verschiedene Tätigkeiten in den Städtischen Bibliotheken Dresdens aus. 1993 erfolgte seine Rehabilitation und die Zuerkennung des Diploms.
Seit Ende der 1980er Jahre veröffentlicht Michael G. Fritz Erzählbände und Romane, er schreibt Literaturkritiken und Texte zur bildenden Kunst, für den Rundfunk und Wochenzeitungen.

„Tante Laura“:
Plötzlich sind nebenan gebauschte Laken zu sehen und der leichte Sommerwind trägt Rock-and-Roll-Klänge an ihren Frühstückstisch. Aber der Nachbar hat noch nie Feriengäste beherbergt. Bald darauf stellt sich heraus, dass die Frau nackt sein muss, die sich hinter den Stofffahnen der Sonne hingibt. Martin und seine Frau Katja, die mit ihren Söhnen Robert und Florian schon seit Jahren beim alten Jeske im Haus am Bodden den Urlaub verbringen, können gar nicht anders als neugierig sein. Außer dass Martin fast jeden Morgen mit Jeske zum Angeln aufs Wasser fährt, passiert in einem abgelegenen Ort an der Ostsee nicht viel.
Aber das ändert sich, als sich in der unbekannten Frau Martins längst vergessene Tante Laura zu erkennen gibt: die jüngere Schwester von Martins Mutter, irgendwann nach Südamerika ausgewandert. Plötzlich geht es um Leben und Tod.

Veröffentlicht in: on April 28, 2009 at 11:27 Kommentar schreiben

Urlaubsvorbereitungen treffen

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Auch wenn man in heimischen Gefilden in letzter Zeit sonnenverwöhnt wurde, steht bei dem einen oder der anderen sicher der Sommerurlaub vor der Tür. Wer nicht unvorbereitet sein will, findet bei uns sicher den geeigneten Reiseführer. Zum aktuellen Bestand, der auch die Zeitschriften Abenteuer & Reisen (die vergangenen Jahrgänge) und Merian beinhaltet, kamen kürzlich folgende Neuerwerbungen dazu:

(Baedeker)
Mexico, Japan, Schweden, Österreich, Belgien

(DuMont)
Kalifornien, Kanada – Der Osten, Kanada – Der Westen, Island, Schweden, Kopenhagen, Wien, Slowakei, Belgien

(Nelles Guide)
Thailand, Sri Lanka, Israel/Jordanien

(Reise-Know-How)
Genf, Zürich

(Iwanowski)
Neuseeland

(ADAC)
Neuseeland

(Edition Temmen)
Hohe Tatra

(M. Müller)
Niederlande, Tschechien

Veröffentlicht in: on April 27, 2009 at 11:36 Kommentar schreiben