Buchtipp: „Ada liebt“ von Nicole Balschun

Als ihre Tante Rosi stirbt, gerät Adas Welt aus den Fugen. Aber nicht so sehr wegen der Trauer um die schrullige Tante. Vielmehr weckt einer der Sargträger Adas Interesse, als er aus Versehen sein Gebetbuch in Rosis Grab fallen lässt. Bo ist Landwirt und nur im Nebenberuf Sargträger. Er ist ganz anders als die verschlossene Ada. Ada sucht ihr Glück in Büchern und auf Friedhöfen und verkriecht sich so vor dem Leben. Bis Bo mit seinen Kühen und Schweinen auftaucht. Er liest Ada aus den Landwirtschaftsmagazinen vor und stellt ihr schließlich eigene Gummistiefel hin. Doch nicht nur Adas Vater, dem die Leitsau Siegfried und überhaupt die ganzen Schweine suspekt sind, traut der Beziehung nicht richtig über den Weg. Mit Ada und Bo hat Nicole Balschun zwei Figuren geschaffen, die ungleicher nicht sein könnten, denen man aber am liebsten zurufen würde: Ja, ihr seid genau richtig für einander! Ein so komischer wie anrührender Roman darüber, wie schwierig es sein kann, sich jemandem über alle Grenzen und Hindernisse hinweg zu öffnen.

Nicole Balschun wurde 1975 in Leer geboren und studierte Literaturwissenschaften und das Lehramt an Förderschulen. Sie lebt mit ihren zwei Kindern in Hannover und hätte immer gern ein Hausschwein gehabt.

Ein Artikel in der HAZ über die Entstehung des Buches, Rezension in der F.A.Z., Lesung der Autorin

Veröffentlicht in: on Januar 13, 2012 at 9:45 am  Hinterlasse einen Kommentar  

10. Todestag von Astrid Lindgren

Foto: Björn Larsson Ask/Scanpix

Astrid Lindgren (geb. 14. November 1907 in Näs/Småland, Schweden
gest. 28. Januar 2002 in Stockholm) stand für die Rechte von Kindern auf freie Entfaltung und ihre eigene Welt (u.a auch für das Recht der Kinder auf  Bibliotheken :-) ), aber nicht nur das, auch politisch engagierte sie sich z.B. in den 80ern gegen die Atomkraftnutzung. Als aufgrund schwedischer Gesetzeslage 1976 die Steuerforderung höher als ihr Einkommen war, reagierte sie  mit dem Märchen „Pomperipossa in Monismanien“ und trat aus der verantwortlichen, sozialdemokratischen Partei Schwedens aus, die dann auch die folgenden Wahlen verlor. Auch Tierschutz lag ihr am Herzen und viele offene Briefe und Protestnoten schafften 1986 das damals weltweit strengste Tierschutzgesetz, auch „Lex Astrid“ oder „Lex Lindgren“ genannt.

Zu ihren Büchern an dieser Stelle nur soviel: Kommen Sie doch einfach vorbei  – Bücher/Filme/Hörbücher von und über Astrid Lindgren, die Geschichten von Pippi, Michel, Ronja und all den anderen; Märchen und Erzählungen können bei uns in der Bibliothek ausgeliehen werden.

Links

Ein Wissenstest zu den Figuren der Bücher für Kinder
Alles zu den Figuren und Orten ihrer Bücher auf einer Seite für Kinder
Eine Zeitreise in Bildern zur Person Astrid Lindgrens und ihren Werken
Interview im Deutschlandradio (2002)
Interaktive Wohnungsbegehung ihrer Wohnung in der Dalagatan 46 in Stockholm, Schweden
Ausführlich zu der Autorin
Interview in der Zeit mit ihrer Tochter Karin Nyman
Interview mit Astrid Surmatz 1996: „Gegen die Welt der Erwachsenen“
Vollständige Rede anlässlich der Verleihung des Friedenspreises 1978 „Niemals Gewalt“ (Hier zum Anschauen auf youtube)

Zitate

„Man muss sich selbst als Kind erleben, wenn man für Kinder schreibt. Man trägt ja alle Alter in sich. Manchmal schaut das eine hervor, manchmal das andere.“ (Als Antwort auf die Frage, was man können muss, um gute Kinderbücher zu schreiben)

„Es gibt kein Verbot für alte Weiber, auf Bäume zu klettern“, sprachs und kletterte an ihrem 80. Geburtstag mit ihrer Freundin um die Wette.

„Arme Kinder! Ich finde, daß ihre Geschichten regelrecht erstickt sind unter Eichhörnchen, die reden, aber nichts von sich geben können, was den Leser schaudern, lachen oder weinen läßt!“ (Astrid Lindgren in einem Interview als Entgegnung zum „Vorwurf“, dass  Mio mein Mio zu gruselig sei)

Bekannt vor allem für ihre lebenslustigen Kinderbuchfiguren etc.  ist aber auch solches von Astrid Lindgren zu lesen:

 “ Wäre ich Gott,
dann würde ich weinen
über die Menschen,
sie, die ich geschaffen
zu meinem Ebenbild.
Wie ich weinen würde
über ihre Bosheit
und Gemeinheit
und Rohheit
und Dummheit
und ihre armselige Güte
und hilflose Verzweiflung
und Trauer …
Und dann all die Kinder,
alle, alle Kinder,
über sie würde ich
am allermeisten weinen.
Ja, wäre ich Gott,
gewiss würde ich viel
über die Kinder weinen,
denn nie habe ich mir gedacht,
dass sie es so wie jetzt
haben sollten.
Ströme, Ströme
würde ich weinen, damit
sie ertrinken könnten
in den gewaltigen Fluten
meiner Tränen,
alle meine armen Menschen,
und endlich Ruhe wäre.“
 

Astrid Lindgren (Aus dem Schwedischen von Anna-Liese Komitzky)

 
 
Bildnachweis:
Ill. der Pippi Langstrumpf von Katrin Engelking aus: Astrid Lindgren: Pippi Langstrumpf geht an Bord. Verl. Oetinger, Hamburg 2007
Astrid Lindgren auf dem Baum: Vallentuna 1978, Beppe Arvidsson
Veröffentlicht in: on Januar 27, 2012 at 3:57 pm  Hinterlasse einen Kommentar  

Neue historische Romane

Claudia Ziegler: Die geheime Tochter – Eine junge Frau, ein geheimes Erbe, eine dunkle Verschwörung

Schottland 1715: Erst nach dem Tod ihres Vaters erfährt Cécile, was es mit dem Schicksal ihrer Familie auf sich hat. Als Opfer einer Verschwörung musste sie aus Frankreich fliehen. Entschlossen, das Vermächtnis des Vaters zu retten, begibt sich Cécile auf die lange Reise zurück in die Heimat. Eine mutige und lebensgefährliche Entscheidung …

Seit vielen Jahren lebt die neunzehnjährige Französin Cécile mit ihrem Vater in den schottischen Highlands. Erst als der Vater im Sterben liegt, erfährt sie, warum ihre Familie aus Frankreich floh und welch schweres Erbe sie antreten wird. Ihr Vater, damals ein angesehener Herzog mit großen Besitztümern in Südfrankreich, wurde des Verrats und des Mordes beschuldigt und außer Landes getrieben. Der große Aufstand der Hugenotten gegen den Katholizismus als Staatsreligion war ihm politisch zum Verhängnis geworden. Nun soll Cécile statt seiner die Drahtzieher dieser Verschwörung entlarven und das Erbe der Familie retten. Entschlossen, den Wunsch des Vaters zu befolgen, reist die junge Frau ganz allein nach Südfrankreich. Noch ahnt sie nicht, dass die Widersacher des Vaters auch ihren Spuren folgen …

Claudia Ziegler: Die Favoritin des Königs – Versailles 1745: Louis XV. ernennt Madame de Pompadour zu seiner offiziellen Mätresse. Ein Skandal am Königshof – ein Mädchen aus dem Volk gelangt in dieser Position zu Macht und Einfluss! Intrigen, Hass und Demütigungen bestimmen ihr Leben im goldenen Käfig Versailles. Doch sie ist bereit, für die Liebe einen hohen Preis zu bezahlen …

• Die Geschichte einer starken Frau: vom Mädchen aus dem Volk zur berühmtesten Mätresse Frankreichs
• Ein großer historischer Roman über Macht, Intrigen und die wahre Liebe
• Jetzt mit Bonusmaterial: ein Spaziergang durch Paris auf den Spuren von Madame de Pompadour (Besuch bei der  Autorin in Berlin von der B.Z.)

Deana Zinßmeister: Die Gabe der Jungfrau – Ein Dorf in der Kurpfalz um 1525. Anna Maria wächst mit vier Brüdern auf einem Hof auf. Als ihr Vater zwei seiner Söhne in den Krieg schickt, damit sie für die Sache der Bauern kämpfen, versucht Anna Maria ihn umzustimmen, doch vergebens. Bevor die Brüder aufbrechen, geben sie ihrer Schwester das Versprechen, dass keiner ohne den anderen heimkehren wird. Doch dann sieht Anna Maria die beiden eines Nachts im Traum und weiß, dass sie in Gefahr sind. Nun hält sie nichts mehr zu Hause, denn sie verfügt über die Gabe, in ihren Träumen den Tod vorherzusehen … (Homepage der Autorin)

Beate Maly: Die Hebamme von Wien und Die Hebamme und der Gaukler – Wien 1683. Die junge Hebamme Anna und ihre Tante Theresa helfen den Frauen der Stadt bei schwierigen Geburten. Dem Prediger Abraham a Santa Clara ist ihre Arbeit verdächtig: Kann es mit rechten Dingen zugehen, dass sie so oft Mutter und Kind retten können? Ist da Hexenwerk im Spiel? Doch ehe er die Hebammen auf den Scheiterhaufen bringen kann, überfallen die Türken die Stadt. Und es gibt einen Mann, der Anna liebt und die beiden Frauen unbedingt retten will…1683: Um der gnadenlosen Verfolgung der Kirche zu entkommen, muss die junge Hebamme Anna zusammen mit ihrem geliebten Lorenzo aus Wien fliehen. Auf dem gefährlichen Weg über die Alpen treffen die beiden auf den Gaukler Claudio, der sie bis in die Toskana begleitet. Sie ahnt nicht, welches dunkle Geheimnis der junge Mann vor ihr verbirgt.

(Homepage der Autorin)

Veröffentlicht in: on Januar 12, 2012 at 4:21 pm  Hinterlasse einen Kommentar  
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Trailer: Birdwatchers – Das Land der roten Menschen

Wieviel Erde braucht der Mensch?

Und wem gehört sie?

Birdwatchers erzählt intensiv vom Kampf der Guarani-Kaiowá-Indianer um die Rückgewinnung Ihres angestammten Lebensraums und dem Versuch, ihre Tradition und Kultur in einer feindlichen und bedrohlichen Umgebung zu bewahren.

Mehr Infos zum Film hier.

Dieser Film kann ab sofort bei uns ausgeliehen werden.

Veröffentlicht in: on Januar 12, 2012 at 1:57 pm  Hinterlasse einen Kommentar  

Unsere Veranstaltungen im 1. Halbjahr 2012

Mittwoch, 29. Februar, 19.00 Uhr: Ronald Prokein – Multivisions-Show – Die Entdeckung des Kältepols der Nordhalbkugel

Mittwoch, 07. März, 19.30 Uhr: David Munyon (Singer/Songwriter) – Konzert

Mittwoch, 21 März, 19.00 Uhr: Andreas Schirneck – Hommage an Klaus Renft (Veranstaltung der Volkshochschule)

Mittwoch, 25. April, 19.30 Uhr: Martina Rellin – „Göttergatten. Was Männer wirklich über ihre Frauen denken“

Mittwoch, 23. Mai, 19.30 Uhr:  Markus Breitscheidel - Gewaschen, gefüttert, abgehakt – Der unmenschliche Alltag in der mobilen Pflege (Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen)

Montag, 11. Juni, 15.00 Uhr: Helga Göring-Stötzer – Neustadt an der Orla: Stadtgeschichten, die in keiner Chronik stehen Teil 3

Montag, 11. Juni, 19.00 Uhr: Neustadt liest

Mittwoch, 20. Juni, 19.30 Uhr: Wladimir Kaminer – „Liebesgrüße aus Deutschland“ (Veranstaltung im Rahmen der Thüringer Literatur- und Autorentage, Vorverkaufsstart schon 4 Wochen vor Veranstaltungstermin)

ausführlichere Informationen hier

Beginn des Kartenvorverkaufs im Kulturamt der Stadt Neustadt und der Bibliothek: 2 Wochen vor dem jeweiligen Veranstaltungstermin

Veröffentlicht in: on Januar 9, 2012 at 12:19 pm  Hinterlasse einen Kommentar  

Jahresstatistik

Die Bibliothek hatte zum Jahresschluss genau 26.362 Medien insgesamt im Bestand, die von 1.175 angemeldeten Lesern genutzt werden konnten.

925 Personen besuchten 31 Veranstaltungen, davon 12 für 493 Erwachsene, 9 für 262 Kinder und 10 Führungen für 170 Kinder und Jugendliche.

Wer sich für die Zahlen der Stadtbibliothek interessiert, kann sich hier detaillierter informieren.

Veröffentlicht in: on Januar 9, 2012 at 10:06 am  Hinterlasse einen Kommentar  

Weihnacht


Nun ist das Fest der Weihnacht,
das Fest, das alle glücklich macht,
wo sich mit reichen Festgeschenken
Mann, Weib und Greis und Kind bedenken,
wo aller Hader wird vergessen
beim Christbaum und beim Karpfenessen; -
und Gross und Klein und Arm und Reich, -
an diesem Tag ist alles gleich.
So steht’s in vielerlei Varianten
in deutschen Blättern. Alten Tanten
und Wickelkindern rollt die Zähre
ins Taschentuch ob dieser Märe.
Papa liest’s der Familie vor,
und alle lauschen und sind Ohr …
Ich sah, wie so ein Zeitungsblatt
ein armer Kerl gelesen hat.
Er hob es auf aus einer Pfütze,
dass es ihm hinterm Zaune nütze.

(Erich Mühsam 1878-1934, deutscher Autor und Publizist)

Wir wünschen Ihnen ein schönes Weihnachtsfest!

Am Dienstag, dem 27.12.11, haben wir  von 10 – 15 Uhr geöffnet

Veröffentlicht in: on Dezember 23, 2011 at 4:23 pm  Hinterlasse einen Kommentar  

Buchtipp: Regenroman von Karen Duve

Ein Roman wie das Moor, in dem er spielt: erbarmungslos und wunderschön. Doppelbödig, unberechenbar und voller schillernder Details.

Als der Hamburger Schriftsteller Leon sein Traumhaus am Rande eines Moores bezieht, scheint die Idylle perfekt. Aber das Moor und der Morast menschlicher Beziehungen sind tückisch. So, wie die Schneckenplage und der unablässige Regen die Grundmauern des Hauses angreifen, so durchdringen Gleichgültigkeit und Kälte Leon und seine Ehe. Ein zugelaufener Hund und die erotischen Verwirrungen um die herbe Kay und ihre nimmersatte, fette Schwester Isadora beschleunigen den Zerfall …

Karen Duve, 1961 in Hamburg geboren, lebt heute mit ihrer englischen Bulldogge, zwei Hühnern und einem Maultier auf dem Land. Bereits ihr Prosadebüt „Regenroman“ (1999) war ein sensationeller Erfolg wie auch der darauf folgende Roman „Dies ist kein Liebeslied“ (2002). Beide stürmten die Bestsellerliste und wurden in 13 Sprachen übersetzt. Die Presse feiert die Erzählerin als „Ausnahmetalent unter den Autoren ihrer Generation“ (Stuttgarter Zeitung) und als „ungewöhnliche Sprachakrobatin, die Metaphern zielsicher setzt und komische Effekte am Fließband produziert“ (Neue Züricher Zeitung), bei der „Witz und Schärfe ganz nah beieinander liegen“ (WDR 2)

Rezensionen auf  literatur-fast-pur.de, Buchwurm.info, und luise-berlin.de sowie eine Doppelrezension auf freitag.de
Autorinnenportrait auf  buecher-wiki.de

Veröffentlicht in: on Dezember 12, 2011 at 12:53 pm  Hinterlasse einen Kommentar  

Neue Romane

Bernd-Lutz Lange: Das Leben ist ein Purzelbaum – »Dass das Leben einem Purzelbaum sehr ähnlich ist, merkt man erst, wenn man sich im letzten Drittel befindet. Die Zeit dreht sich, so kommt es einem vor, immer schneller. Eben hatte ich doch die Weihnachtssachen erst in den Keller gepackt, und nun steht schon wieder ein Baum im Zimmer zum Anputzen bereit.«
In seinem neuen Buch will Bernd­-Lutz Lange der Schnelllebigkeit der Zeit mit anekdotischen Fundstücken entgegenwirken. Er erzählt von Begebenheiten aus verschiedenen Epochen, von Malern, Schauspielern und Verlegern, von Pennälern, Studenten und Paukern. Er weiß von Berühmtheiten wie Ringelnatz und Fallada zu berichten, von einer Zeit, als die Freiheit noch ein Traum war. Ein heiteres Buch mit einer Prise Melancholie. (Interview mit dem Autor in der Freien Presse)

Eugen Ruge: In Zeiten des abnehmenden Lichts – Von den Jahren des Exils bis ins Wendejahr 89 und darüber hinaus reicht diese wechselvolle Geschichte einer deutschen Familie. Sie führt von Mexiko über Sibirien bis in die neu gegründete DDR, führt über die Gipfel und durch die Abgründe des 20. Jahrhunderts. So entsteht ein weites Panorama, ein großer Deutschlandroman, der, ungeheuer menschlich und komisch, Geschichte als Familiengeschichte erlebbar macht. (über den Autor und das Buch auf Arte, Lesung auf  youtube, Besprechung in der Kulturzeit auf 3sat)

Umberto Eco: Der Friedhof in Prag - Der Italiener Simon Simonini lebt in Paris, und er erlebt aus nächster Nähe eine dunkle Geschichte: geheime Militärpapiere, die der jüdische Hauptmann Dreyfus angeblich an die deutsche Botschaft verkauft, piemontesische, französische und preußische Geheimdienste, die noch geheimere Pläne schmieden, Freimaurer, Jesuiten und Revolutionäre – und am Ende tauchen zum ersten Mal die Protokolle der Weisen von Zion auf, ein gefälschtes „Dokument“ für die „jüdische Weltverschwörung“, das dann fatale Folgen haben wird. Umberto Eco, der Meister des historischen Romans, erzählt die Geschichte des neunzehnten Jahrhunderts, in der wir jedoch unser eigenes wiedererkennen können. (Besprechung in der Sendung ttt des ARD, ein deutschsprachiger Blog des Autors und eine Homepage, Umberto Eco auf  youtube)

Julia Franck: Rücken an Rücken – Ostberlin, Ende der 50er Jahre. Die Geschwister Ella und Thomas wachsen auf sich allein gestellt im Haus der Bildhauerin Käthe auf. Sie sind einander Liebe und Gedächtnis, Rücken an Rücken loten sie ihr Erwachsenwerden aus. Ihre Unschuld und das Leben selbst stehen dabei auf dem Spiel.
Käthe, eine kraftvolle und schroffe Frau, hat sich für das kommunistische Deutschland entschieden. Leidenschaftlich vertritt sie die Erfindung einer neuen Gesellschaft, doch ihr Einsatz fordert Tribut. Im Schatten scheinbarer Liberalität setzen Kälte und Gewalt Ella zu. Während sie mal in Krankheit flieht und mal trotzig aufbegehrt, versucht Thomas sich zu fügen, doch nur schwer erträgt er die Erniedrigungen und flüchtet in die unglückliche Liebe zu Marie.
Julia Franck zeichnet das Bild einer Epoche, die die Frage nach Aufrichtigkeit neu stellt. Sie erzählt von großer Liebe ohne Rückhalt und einer Utopie mit tragischem Ausgang – eine Familiengeschichte, die zum Gesellschaftsroman wird. (Rezension im Kulturradio des rbb, Besprechung im Deutschlandradio, die Autorin auf  youtube)

Patrick Lapeyre: Das Leben ist kurz und voller Begierden - Louis Blériot ist ein Tagträumer: Mit seinen einundvierzig Jahren lebt er immer noch vom Übersetzen technischer Texte – und von den Einkünften seiner Frau, die an seiner Apathie zunehmend verzweifelt. Aber ein Anruf genügt, und Louis, der ewige Beobachter, ist wie aus gewechselt: Nach zwei Jahren und zwei Monaten endlich wieder ein Lebenszeichen von Nora, seiner Geliebten, die ihre Rückkehr aus London ankündigt. Rasch stellt sich zwischen den beiden die Vertrautheit wieder ein, und die Leidenschaft erwacht aufs Neue. Louis müsste jetzt handeln, er will es auch und fühlt sich doch ohnmächtig. Denn es gibt einen anderen Mann in Noras Leben… (Rezension auf  literaturmarkt.info und hr-online.de)

Veröffentlicht in: on Dezember 6, 2011 at 5:52 pm  Hinterlasse einen Kommentar  

Neue DVD’s für Kinder

Vorstadtkrokodile 2 – Die coolste Bande ist zurück! + Vorstadtkrokodile 3 – Freunde für immer

Gregs Tagebuch 2 – gibt’s Probleme? (Trailer)

Drei Filme aus dem Studio Ghibli von Hayao Miyazaki:

Chihiros Reise ins Zauberland – Auf der Fahrt von Tokio in einen Vorort gelangt die kleine Chihiro mit ihren Eltern an einen Tunnel, der zu einem gigantischen, aber menschenleeren Vergnügungspark führt. Als die Eltern sich auf ein reichhaltiges Büffet stürzen, werden sie prompt in Schweine verwandelt. Chihiro, allein auf sich gestellt, irrt hilflos umher und trifft in der Folge auf den freundlichen Jungen Haku, die mächtige Hexe Yubaba und das ominöse Ohngesicht. Dabei versucht Chihiro verzweifelt, den Zauber, mit dem ihre Eltern belegt wurden, rückgängig zu machen.

Das Schloss im Himmel – Die Waise Sheeta ist die Hüterin eines uralten Geheimnisses: einem Anhänger aus einem blauen Kristall, der den Weg zur schwebenden Stadt Laputa weisen soll. Wer Laputa findet, könnte mit seinen Waffen die Welt beherrschen. Eines Tages gelingt es dem machtbesessenen Geheimagenten Colonel Muska, Sheeta aufzuspüren und gefangen zu nehmen. Ihr gelingt die Flucht, und gemeinsam mit dem jungen Pazu macht sie sich auf, um selbst nach Laputa zu suchen. Die beiden müssen Muskas Truppen und einer Piratenbande trotzen, bis sie endlich ihr Ziel erreichen – doch in den Ruinen der schwebenden Festung werden sie vor eine schwierige Entscheidung gestellt…

Mein Nachbar Totoro – Satsuki und Mei ziehen mit ihrem Vater aufs Land. Die kleinen Mädchen machen sofort Bekanntschaft mit winzigen Hausgeistern und lernen kurz darauf den sagenumwobenen Waldgeist kennen, den großen Totoro. Er wird ihr Beschützer. Als Mei eines Tages verschwindet, hilft Totoro der aufgeregten Satsuki bei der Suche.

Unser Sandmännchen und seine Freunde 1-4: Unser Sandmännchen kommt mit liebevollen Gute-Nacht-Geschichten und bringt Kinder mit einer Prise Traumsand ins Bett! Die schönsten Abendgrüße des Kinderfernsehens der DDR sind nun in der Reihe „Unser Sandmännchen – Klassiker“ erschienen.

Veröffentlicht in: on Dezember 6, 2011 at 5:51 pm  Hinterlasse einen Kommentar  
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