Der betrogene Patient – Lesung mit Gerd Reuther

in der Stadtbibliothek Montag, 8. Mai 2017 um 19.30 Uhr

Nie waren die Heilungsversprechen größer als heute und doch ist die ärztliche Behandlung zu unserer häufigsten Todesursache geworden. Wer den Therapieempfehlungen der Mediziner rückhaltlos vertraut, schadet sich häufiger, als er sich nützt. Erschreckend viele Behandlungen sind ohne nachgewiesene Wirksamkeit und oft wäre das Abwarten des Spontanverlaufs sogar wirksamer und nachhaltiger.

Schonungslos ehrlich seziert Dr. med. Gerd Reuther nach 30 Jahren als Arzt seinen Berufsstand. Er deckt auf, dass die Medizin häufig nicht auf das langfristige Wohlergehen der Kranken abzielt, sondern in erster Linie die Kasse der Kliniken und Praxen füllen soll. Seine Abrechnung ist aber nicht hoffnungslos, denn er zeigt auch auf, wie eine neue, bessere Medizin aussehen könnte. Sie müsste mit einer anderen Vergütung medizinischer Dienstleistungen beginnen und Geld dürfte nicht mehr über Leben und Tod bestimmen.

Dr. med. Gerd Reuther, Jahrgang 1959, ist Facharzt mit Lehrbefugnis für Radiologie. Als diagnostischer und interventioneller Radiologe ist er ein Vertreter der letzten fächerübergreifenden Disziplin in einem subspezialisierten Gewerbe. Er blickt auf 30 Berufsjahre zurück, in denen er leitende Positionen in drei verschiedenen Kliniken innehatte. (Verlagstext)

Karten (Vorverkauf: 5,- €,  Abendkasse: 7,- €) können in der Stadtbibliothek  und in der Touristinformation im Lutherhaus erworben werden.

Published in: on April 25, 2017 at 5:37 pm  Schreibe einen Kommentar  

Bald ist Ostern…

und es warten jede Menge Osterbücher mit vielen Anregungen zur Vorbereitung auf das Osterfest in der Bibliothek

Published in: on März 31, 2017 at 12:25 pm  Schreibe einen Kommentar  

„Die Stimme Amerikas – US-Musik in der DDR“ Film und Gespräch mit Michael Rauhut

Amerikanische Musik geriet nach 1945 zwischen die Fronten des Kalten Krieges, wie Michael Rauhut und Tom Franke in ihrem Film „Die Stimme Amerikas – US-Musik in der DDR“  dokumentieren. Die Produktion ist am 20. März 2017 ab 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek in Neustadt an der Orla zu sehen. Michael Rauhut wird in den Abend einführen und zum Gespräch zur Verfügung stehen.

Foto Dokfilm

Die Vereinigten Staaten von Amerika besaßen in der DDR einen vielschichtigen Symbolgehalt. Ihren Anhängern galten sie als »Land der unbegrenzten Möglichkeiten«, ein Sinnbild von Freiheit, während die Propaganda zwischen zwei Lagern unterschied: die ›herrschende Klasse‹, die das Prinzip des Kapitalismus auf die Spitze trieb, und das ›einfache Volk‹, die ›Ausgebeuteten und Unterdrückten‹. Sie wurden als »das andere Amerika« gepriesen. Beide Seiten, die Sympathisanten wie auch die Gegner der USA, sahen ihre Idee von der Neuen Welt in den unterschiedlichen Formen populärer Musik gespiegelt. Je nach Perspektive galt sie als dekadent oder erlösend, wurde sie als ideologische Wunderwaffe geschmäht oder spendete sie Kraft. Amerika besaß einen Klang.

Afroamerikanische Musik – Blues, Jazz, Gospel oder Soul – hatte einen besonderen Status. Man entdeckte in ihr die Spuren der Sklaverei, konserviertes Unrecht und Leid, ein Sichauflehnen gegen die Verhältnisse. Während die offizielle Lesart das Protestpotenzial dieser Musik lediglich auf die USA bezog, hörte der nonkonforme DDR-Bürger in ihr einen Kommentar zur eigenen Situation. Heftige Debatten entzünden sich am Jazz, er wird lange Jahre als Sirenengesang des ›Klassenfeinds‹ verteufelt. Die Stimme des fortschrittlichen, »anderen Amerika« entdeckt die Propaganda hingegen in ›schwarzen‹ Volksliedtraditionen. 1960 kommt der Weltstar Paul Robeson als Staatsgast in die DDR, ein »Sänger des Friedens«. Fünf Jahre später tourt Louis Armstrong durch den Osten Deutschlands. Er öffnet so manche politische Tür für den Jazz.

Einen besonderen Platz räumt der Film Etta Cameron (1939–2010) ein. Die afroamerikanische Sängerin kommt 1968 in die DDR und lebt fast fünf Jahre lang im Ostberliner Stadtteil Prenzlauer Berg. In ihrer Wahrnehmung fließen brennglasartig divergierende Amerikabilder zusammen. Weil sie sich simultan in verschiedenen gesellschaftlichen Milieus bewegt, in den Medien genauso zu Hause ist wie im Schutzraum der Kirche, fungiert Etta Cameron als Spiegel konkurrierender Interessen, Visionen und Sehnsüchte.

Michael Rauhut, geboren 1963, studierte von 1984 bis 1989 Musik- und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU). Nach seiner Promotion zum Doktor der Philosophie arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Berliner Institut für zeitgeschichtliche Jugendforschung. Weitere Stationen waren das Institut für Musik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (2006) und die Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (2007). Seit 2008 ist Rauhut als Professor für populäre Musik am Institut für Musik der Universität Agder in Kristiansand (Norwegen) und seit 2009 ordentliches Mitglied der Agder Vitenskapsakademi.

Die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen setzt mit der Filmreise ihren langjährigen Schwerpunkt zum Verhältnis von Musik, Jugendkulturen und Politik in der DDR fort. Der Filmabend ist eine gemeinsame Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Stadtbibliothek Neustadt an der Orla. (D. Pfletscher)

Um Voranmeldung wird gebeten Tel: 036481/22901 oder stadtbibliothek@neustadtanderorla.de
Der Eintritt ist frei.

Published in: on März 9, 2017 at 12:24 pm  Schreibe einen Kommentar  

Freunde der Stadtbibliothek Neustadt an der Orla e. V. sucht Räumlichkeiten

Nachdem der Bücherverkauf des „Freunde der Stadtbibliothek Neustadt an der Orla e. V.“ auf dem Adventsmarkt der erste Erfolg des jungen Fördervereins der Stadtbibliothek war, will dieser nun auch im Jahr 2017 das städtische Bibliotheksangebot nach Kräften unterstützen. Gegenwärtig ist es durch die Hilfe der WohnRing AG möglich, die zum Verkauf bestimmten Bücherspenden in der Umgebung des ehemaligen Marktcafés zu lagern. Dies kann aber, sofern sich ein Mieter für dessen Räume finden wird, kein Dauerzustand sein. Daher ergeht hiermit folgender Aufruf:
Der „Freunde der Stadtbibliothek Neustadt an der Orla e. V.“ sucht zentrumsnahe Räumlichkeiten, in denen sein fluktuierender Bücherbestand gelagert werden kann. Es wäre ein angenehmer Nebeneffekt, wenn sich vor Ort auch der Verkauf dieser Bücher in Form eines Flohmarktes durchführen ließe. Es ist dabei angedacht, dass der Verein (nach Absprache) für die Betriebskosten aufkommen wird. Angebote sind an folgende Adresse erbeten: freundederstadtbibliothek_n_a_d_o@web.de

Jenseits dieses Anliegens sucht der Verein beständig nach neuen Mitgliedern, die bereit sind, sich für die Neustädter Stadtbibliothek einzusetzen. Dahingehende Informationen sind über diese Einrichtung zu beziehen. Eine große Unterstützung stellen auch Bücherspenden aktuellen Datums (d. h. nicht älter als drei Jahre) dar, welche für die Ergänzung des Bibliotheksbestandes stets sehr gern von den Mitarbeiterinnen entgegengenommen werden. Diese sind allerdings für ein etwas anderes und weit häufigeres Anliegen die falschen Ansprechpartner: Wer, wie so viele, mit Bücherspenden älteren Datums zur Förderung der Bücherei beitragen möchte, wende sich bitte nicht an die Mitarbeiterinnen derselben, da das Gebäude in der Gerberstraße weder über die nötigen Lagerungsmöglichkeiten noch die Einrichtung über beständige Transportkapazitäten verfügt, um diese Spenden annehmen zu können. Stattdessen werden über die Lokalpresse rechtzeitige Aufrufe unter Nennung des Anlieferungsortes ergehen. Schon jetzt gebührt den bisherigen Spendern ein großer Dank und den zukünftigen die Aussicht auf einen solchen. Hansjoachim Andres

Published in: on März 3, 2017 at 10:50 am  Schreibe einen Kommentar  

Lenareise – Mit Kajaks auf Sibiriens mächtigem Fluss unterwegs – Diashow in Neustadt an der Orla

Eine faszinierende Diashow zeigt Ronald Prokein am Mittwoch, 15. Februar 2017, 19.00 Uhr in der Stadtbibliothek in Neustadt an der Orla. Gemeinsam mit Markus Möller reiste er durch den Osten Russlands.

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Wenn die Sibirier von der Lena reden, dann mit Respekt. Sie ist der längste und mächtigste Strom Russlands. Möller und Prokein befuhren gemeinsam mit ihren zwei Schäferhunden Gina und Condor als erste Ausländer den Fluss mit Kajaks und erreichten nach über 3000 Kilometern Jakutsk, die kälteste Großstadt der Welt. Unterwegs kenterten die Abenteurer, trafen auf mittellose Kapitäne und Fischer, lernten Wolgadeutsche kennen und Menschen, die nie zuvor einem Ausländer begegnet waren. Sie gerieten in Mafiakreise und entdeckten eines Abends einen Toten. Getrieben von Abenteuerlust und sportlichem Ehrgeiz, geplagt von Hitze und Stürmen, fühlten sie eine Verlassenheit, wie beide sie noch nicht kannten. Der Versuch, ihre Freundschaft wiederzufinden, war wohl das schwierigste Unterfangen ihrer Reise, wie sich bald herausstellte.

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Ronald Prokein absolvierte am Rostocker Konservatorium eine sechsjährige Ausbildung im Fach Akkordeon. Sport und Abenteuer gaben in seinem Leben aber den Ton an. Der gelernte Fahrzeugmechaniker und erfahrene Fallschirmjäger unternahm mit Freunden zahlreiche Reisen und Extremtouren. 1993 reiste er in einem Volvo 480 Turbo bis nach In Salah in Algerien, den heißesten Ort der Welt und erlebte eine Temperatur von 51 Grad Celsius. 1994 umrundete er auf zwei Rädern die Erde, was ihn zum jüngsten Weltumradler aller Zeiten machte. 2006 sorgte er mit seinem Lauf durch ganz Europa für Aufsehen. 2008 entdeckte Ronald Prokein den kältesten bewohnten Ort der Welt, Jutschjugei in Ostsibirien, welcher nun als der neue Kältepol der nördlichen Hemisphäre gilt. Der Autor von bisher fünf Büchern reist seit 15 Jahren durch das Land, um auf Vorträgen und mit Multivisions-Shows von seinen Abenteuern zu erzählen.

Karten für die Veranstaltung (€ 8,-/6,-) können in der Touristinformation im Lutherhaus oder der Stadtbibliothek erworben werden. Reservierungen sind telefonisch unter 036481 22901 oder per E-Mail an stadtbibliothek@neustadtanderorla.de möglich.

Published in: on Februar 1, 2017 at 11:23 am  Schreibe einen Kommentar  

Rückblick 2016

Die Bibliothek hatte zum Jahresschluss genau 24.822 Medien im Freihandbestand (ausgeschlossen virtuelle Medien), die von 1.304 angemeldeten Lesern (davon 174 Neuanmeldungen) 48.677 mal genutzt wurden.

Das Tiptoi-System vom Ravensburger Buchverlag kann Geräusche, Musik oder Hintergrundberichte zum Buch hörbar machen und spielerisch Wissen vermitteln. Insgesamt stehen erst einmal 24 Tiptoi-Bücher zur Ausleihe bereit.

Das Tiptoi-System vom Ravensburger Buchverlag kann Geräusche, Musik oder Hintergrundberichte zum Buch hörbar machen und spielerisch Wissen vermitteln. Insgesamt stehen erst einmal 24 Tiptoi-Bücher zur Ausleihe bereit.

Mehr Leser (35 im Vergleich zum Vorjahr) leihen weniger Medien aus, eine Tendenz, die sich bereits thüringen- und deutschlandweit in den vergangenen Jahren abzeichnete.
Trotz sinkender Einwohnerzahlen in Neustadt ist nicht nur die Anzahl der aktiven Benutzer leicht gestiegen, sondern ebenso die Anzahl der Besucher, die sich auf 20.570 beläuft. Damit stellte die Bibliothek erneut unter Beweis, dass sie von den Bürgerinnen und Bürgern jeglichen Alters und sozialer Herkunft genutzt wird und eine, wenn nicht sogar die am stärksten frequentierte öffentliche Einrichtung der Stadt Neustadt an der Orla ist.
Die Bibliotheksarbeit ist geprägt von Anspruch und Vielseitigkeit. Davon zeugen nicht nur der gut aufgebaute Medienbestand, das Herzstück der Bibliothek, sondern auch das breitgefächerte Veranstaltungsangebot für „Groß und Klein“. Schriftsteller wie zum Beispiel Hans Thiers, U.S. Levin oder Rainer Hohberg sorgten für gute Unterhaltung. Bibliotheksführungen zur Förderung der Medienkompetenz für Kinder, Jugendliche und Erwachsene boten Orientierung in der Medienvielfalt und erschlossen den Besuchern das umfangreiche Angebot der Stadtbibliothek.
1.077 Personen besuchten 35 Veranstaltungen, davon 10 für 455 Erwachsene, 15 für 441 Kinder und 10 Führungen für 181 Kinder.
Nahezu jede Woche, 46 mal im Jahr 2016, besuchten Kindergarten-, Hort- und Schulgruppen der ortsansässigen Einrichtungen die Bibliothek während der Öffnungszeiten.

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Rainer Hohberg während einer Kinderveranstaltung

Besondere Unterstützung erfuhr die Stadtbibliothek im vergangenen Jahr neben den Bücherspenden von Neustädter Einwohnern und dem Förderverein für Stadtgeschichte e.V. durch Geldspenden ; zum einen von der KSK Saale-Orla, zum anderen durch den Erlös des vom KulturPool initiierten Bücherflohmarktes. Diesen Förderern gebührt ein riesiges Dankeschön im Namen der Bibliotheksnutzer!
Ein ebenso herzliches Dankeschön gebührt dem Freundeskreis der Stadtbibliothek, der sich in Gründung befindet und bereits als Lobby für die Bibliothek auf dem Neustädter Adventsmarkt mit einem Bücherflohmarkt aktiv wurde. Interessenten für den Verein sind jederzeit herzlich willkommen!

Bleibt zu wünschen, dass diese Aktivität der Bürger der Stadt für die Bibliothek noch mehr begeisterte und engagierte Anhänger findet, dass sich die fachlich kompetente Arbeit in der Stadtbibliothek weiterhin im Medienbestand (Romane, Fachliteratur, Kinder- und Jugendbücher, Zeitschriften, DVD, CD, Hörbücher, E-Books u. a. virtuelle Medien) widerspiegelt und dieser von den Bürgerinnen und Bürgern in und um Neustadt angenommen und rege genutzt wird, sei es im interessanten Gebäude in der Gerberstr. 2 oder im Internet.

Published in: on Januar 19, 2017 at 10:30 am  Schreibe einen Kommentar  

Wir wünschen ein frohes Fest und erholsame Feiertage

 

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Die Bibliothek hat über die Feiertage normal geöffnet.

Denken Sie daran, Ihren Ausweis für die Nutzung der Onleihe im neuen Jahr verlängern zu lassen. Sie können das ab Dienstag, 3. Januar 2017 telefonisch, persönlich oder per E-mail erledigen.

Published in: on Dezember 21, 2016 at 11:58 am  Schreibe einen Kommentar  

„Rundherum“ – Diashow mit Geschichten und Begebenheiten der 99000 km langen Tour des Weltenradlers Thomas Meixner

Von seiner Reise um die Welt berichtet der Weltenradler Thomas Meixner am Mittwoch, 30. November 2016, in der Stadtbibliothek in Neustadt an der Orla. Dreieinhalb Jahre dauerte sein Abenteuer, das ihn auf 99 000 Kilometern rund um den Erdball führte. Was ihm unterwegs widerfuhr, zeigt er in seiner Diashow, die um 19.00 Uhr beginnt.

Foto: Thomas Meixner


Die Olympischen Spiele in Sydney mit dem Fahrrad zu erreichen war ursprünglich das Ziel des damals 32jährigen. Mit Empfehlungsschreiben des Nationalen Olympischen Komitees, Verabschiedung durch Landrat, Bürgermeister, Freunde und Familie machte sich Thomas Meixner am 1. Mai 1998 auf den Weg – mit über einem Zentner Gepäck auf seinem Rad, das er auf den Namen „Else“ taufte.

„Lieber gescheitert als unversucht“ war sein Reisemotto. Gescheitert ist er nie, denn trotz etlicher Negativerlebnisse, wie etwa eine schwere Infektion in Indien oder ein versuchter Raubüberfall in Equador, kehrte er mit seiner „Else“ glücklich am 2. Dezember 2001 wieder in seine Heimatstadt Wolfen (Landkreis Bitterfeld) zurück.

36 Länder auf 5 Kontinenten bereiste der gelernte Elektromechaniker. Dabei suchte er nicht immer die Postkartenidylle, sondern radelte oft auf einsamen Strecken fernab der ausgetretenen Touristenpfade. Dschungelpisten, Schlammwege, Höhen von über 5200 Meter: „Else“ schaffte mit ein paar Reparaturen scheinbar Unmögliches. Von russischer Gastfreundschaft, neugierigen Chinesen, die aber überhaupt kein Vergleich zu den Indern seien, freundlichen Australiern und einer schlecht gelaunten Amerikanerin, der er sogar eine Nacht Gefängnis zu „verdanken“ hat, wird erzählt. Er sah auf seiner Reise viele schöne Dinge, aber auch genug Armut.

Karten (Vorverkauf: 8,- €,  Abendkasse: 10,- €) können in der Stadtbibliothek und in der Touristinformation erworben werden.

Published in: on November 18, 2016 at 2:59 pm  Schreibe einen Kommentar  

„Sex vor zwölf“ und „Frauen sind die besseren Männer“ – Kabarettistische Lesung von und mit U. S. Levin

Am Mittwoch, 16. November 2016, kommt U. S. Levin nach Neustadt an der Orla.  Seine kabarettistische Lesung in der Stadtbibliothek beginnt um 19.00 Uhr. Auf die von ihm gewohnte verschmitzte Art wird er seine Satiren aus den Büchern „Sex vor zwölf“ und „Frauen sind die besseren Männer“ zum Besten geben.

US. Levin, wurde 1960 in Laucha (Sachsen-Anhalt) geboren und drei Jahre später „nach Sachsen verschleppt“. Der gelernte Tischler begann Anfang der 1990er Jahre, mit seinen satirischen Texten, Gedichten und Aphorismen die Leserinnen und Leser verschiedener Tageszeitungen zu erheitern und zu unterhalten. Seitdem ist er aus der Szene der mitteldeutschen Lachmuskeltrainer nicht mehr wegzudenken, was seine bisher zwölf veröffentlichten Bücher, regelmäßige Veröffentlichungen in der Satirezeitschrift „Eulenspiegel“ und unzählige Lesungen belegen.

„Sex vor zwölf“ (Klappentext):levin__u-_s-__se_537b09d360291
Ob Schul- oder Menopause, ob glücklich oder verheiratet, ob einsam oder geschieden – in U. S. Levins urkomischen Satiren zur schönsten Nebensache findet sich jeder wieder! Sein Credo: »Wunden müssen schmerzen, sonst tun sie nicht weh!« Die Protagonisten seiner locker-leicht erzählten Episoden verhandeln in unterschiedlichen Situationen die Frage, ob Sex im gehobenen Alter überhaupt noch relevant ist und wenn ja – wie und warum. Aber keine Sorge, Levin bleibt auf dem Teppich: Seine Geschichten sind lebensnah und handlungsreich, mal sinnlich, mal deftig, aber niemals plump. Und: Peter Dunschs zauberhafte Karikaturen setzen noch einen herzhaften Lacher obendrauf.

levin__u-s-__fra_55700d76c0450„Frauen sind die besseren Männer“  (Klappentext):
Endlich gibt es nun das sehnsüchtig erwartete Best-of der Satiren aus den ersten und längst vergriffenen Büchern von U. S. Levin. Darin begegnen dem Leser die lieb gewonnen Protagonisten – der Ich-Erzähler selbst, seine Frau und wie stets das nachbarliche Ehepaar Stürzler – in Geschichten, die das Eheleben so schreibt, vom Autor herrlich überspitzt, urkomisch, wie nur er es bewerkstelligen kann. Da geht es um die Angst des Mannes um sein bestes Stück: sein Auto, und darum, ob die Ehefrau ans Steuer darf. Das alleine kann schon Albträume bereiten. Und wenn noch die neue junge Nachbarin im Fahrstuhl auftaucht, dann ist der Ehefrieden ganz dahin. Doch zum Glück kommt ja jedes Jahr der Hochzeitstag, an dem Mann alles wiedergutmachen kann …

Nicht fehlen dürfen natürlich die schwarz-humorigen Karikaturen von Peter Dunsch, ohne die seine Bücher nur halb so schön wären, wie Levins Frau zu urteilen weiß. Und Frauen haben ja bekanntlich immer Recht! Aber sind sie auch die besseren Männer? Finden Sie’s heraus!

Eintrittskarten zum Preis von 6 Euro (5 Euro ermäßigt) können im Vorverkauf in der Touristinformation und in der Stadtbibliothek oder an der Abendkasse erworben werden. Reservierungen sind per E-Mail an stadtbibliothek@neustadtanderorla.de ebenfalls möglich.

Published in: on November 15, 2016 at 10:18 am  Schreibe einen Kommentar  

Über Blues im geteilten Deutschland

Musikwissenschaftler Michael Rauhut in Neustadt an der Orla

Obwohl der Musikwissenschaftler und Kenner der (DDR-)Musikszene Michael Rauhut seit über acht Jahren in Norwegen lebt und arbeitet, ist er immer wieder in Deutschland unterwegs, um seine Veröffentlichungen vorzustellen. So auch am Mittwoch, 9. November 2016, wenn er mit seinem aktuellen Buch „Ein Klang – zwei Welten. Blues im geteilten Deutschland, 1945 bis 1990” nach Neustadt an der Orla kommt. Seine neuen Erkenntnisse zum Thema Blues in Wort, Bild und Musik stellt er ab 19.00 Uhr in der Stadtbibliothek vor, untermalt mit Bild und Ton. Die Lesereise wird von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen organisiert. Moderiert wird der Abend von Peter Reif-Spirek.

9783837633870_216x1000Der transcript Verlag schreibt über das Buch:
„Der Blues wird gern auf eine Handvoll Klischees und zwölf Takte reduziert. Doch tatsächlich verbergen sich hinter der scheinbar standardisierten Klangoberfläche mannigfaltige Formen des kulturellen Gebrauchs. Mittels umfangreicher Archivrecherchen illustriert Michael Rauhuts Vergleich der Entwicklung des Blues in Ost- und Westdeutschland, wie soziale und politische Verhältnisse den Sinn von Musik formen. Rauhut zeigt: Wenn auch die Sounds weltweit gültigen Mustern folgen und kaum Unterschiede erkennen lassen, sind doch die Bedeutungszusammenhänge, in denen sich der Blues realisiert, durchaus verschieden. Die Studie bietet nicht nur ein kultur- und musikgeschichtliches Resümee der Genese des Blues in Deutschland, sondern leistet auch einen Beitrag zur Globalisierungsdebatte.“

Michael Rauhut, geboren 1963, studierte von 1984 bis 1989 Musik- und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und war im Anschluss drei Jahre lang Doktorand am Forschungszentrum populäre Musik der HU. Nach seiner Promotion zum Doktor der Philosophie arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Berliner Institut für zeitgeschichtliche Jugendforschung. 2000 kehrte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Lehrstuhls „Theorie und Geschichte der populären Musik“ am Musikwissenschaftlichen Seminar zur Humboldt-Universität zurück. Seine weiteren Stationen waren das Institut für Musik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (2006) und die Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (2007). Seit 2008 ist Rauhut als Professor für populäre Musik am Institut für Musik der Universität Agder in Kristiansand (Norwegen) und seit 2009 ordentliches Mitglied der Agder Vitenskapsakademi. rauhut-2014

Rauhut war auch als Moderator und Redakteur beim Berliner Radiosender JazzRadio 101,9 und Autor der Musikredaktion von Deutschlandradio Berlin tätig. Der Jury für Blues und Bluesverwandtes beim Preis der Deutschen Schallplattenkritik gehört er seit 2008 an.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Um Voranmeldung wird gebeten Tel.: 036481/22901 oder stadtbibliothek@neustadtanderorla.de

Published in: on November 1, 2016 at 12:02 pm  Schreibe einen Kommentar