Buch des Monats

Landolf Scherzer: Letzte Helden


Drei Reportaten – drei eindrucksvolle Zeitporträts.

Eine Woche lang arbeitete Landolf Scherzer in der Eisenacher „Tafel“ für Bedürftige mit. Dort lernte er Helfer wie Abholer kennen, Gleichgültigkeit, Vorurteile und Hilfsbereitschaft und erlebte, wie rasch die hinter der Abgabetheke selbst zu Bedürftigen werden können.

Im Frühling 2007 begleitete Scherzer eine Hilfsgütersendung in die Ukraine. Er wollte unbedingt in die gesperrte Zone um Tschernobyl fahren und mit Betroffenen sprechen. So erfuhr er von schrecklichen Schicksalen und der Unfähigkeit oder Unwilligkeit der Behörden, den Opfern zu helfen. Allerdings verfolgte er auch befremdet, an wen Hilfssendungen gelangen und das manche Helfer gewiefte Selbstvermarkter sind.

Ein Brief aus Niedersachsen gab den Anstoß zu einer fast kriminalistischen Suche nach einstigen „Helden der Arbeit“. Scherzer wollte wissen, wie sich ihr Leben seit 1989 verändert hat. Auch diesmal erwies sich der Weg seiner verschlungenen Spurensuche als Ziel, um Zeitgeschichte, in persönlichen Schicksalen gespiegelt, zu finden.

Landolf Scherzer: Letzte Helden: Reportagen, Aufbau Verl., Berlin 2010

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Published in: on Januar 31, 2011 at 9:37 am  Comments (1)  

One CommentHinterlasse einen Kommentar

  1. Oh, hört sich interessant an. Das werde ich mir wohl mal kaufen.
    Danke für den Tipp!

    SecretCoAuthor


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