10. Todestag von Astrid Lindgren

Foto: Björn Larsson Ask/Scanpix

Astrid Lindgren (geb. 14. November 1907 in Näs/Småland, Schweden
gest. 28. Januar 2002 in Stockholm) stand für die Rechte von Kindern auf freie Entfaltung und ihre eigene Welt (u.a auch für das Recht der Kinder auf  Bibliotheken :-)), aber nicht nur das, auch politisch engagierte sie sich z.B. in den 80ern gegen die Atomkraftnutzung. Als aufgrund schwedischer Gesetzeslage 1976 die Steuerforderung höher als ihr Einkommen war, reagierte sie  mit dem Märchen „Pomperipossa in Monismanien“ und trat aus der verantwortlichen, sozialdemokratischen Partei Schwedens aus, die dann auch die folgenden Wahlen verlor. Auch Tierschutz lag ihr am Herzen und viele offene Briefe und Protestnoten schafften 1986 das damals weltweit strengste Tierschutzgesetz, auch „Lex Astrid“ oder „Lex Lindgren“ genannt.

Zu ihren Büchern an dieser Stelle nur soviel: Kommen Sie doch einfach vorbei  – Bücher/Filme/Hörbücher von und über Astrid Lindgren, die Geschichten von Pippi, Michel, Ronja und all den anderen; Märchen und Erzählungen können bei uns in der Bibliothek ausgeliehen werden.

Links

Ein Wissenstest zu den Figuren der Bücher für Kinder
Alles zu den Figuren und Orten ihrer Bücher auf einer Seite für Kinder
Eine Zeitreise in Bildern zur Person Astrid Lindgrens und ihren Werken
Interview im Deutschlandradio (2002)
Interaktive Wohnungsbegehung ihrer Wohnung in der Dalagatan 46 in Stockholm, Schweden
Ausführlich zu der Autorin
Interview in der Zeit mit ihrer Tochter Karin Nyman
Interview mit Astrid Surmatz 1996: „Gegen die Welt der Erwachsenen“
Vollständige Rede anlässlich der Verleihung des Friedenspreises 1978 „Niemals Gewalt“ (Hier zum Anschauen auf youtube)

Zitate

„Man muss sich selbst als Kind erleben, wenn man für Kinder schreibt. Man trägt ja alle Alter in sich. Manchmal schaut das eine hervor, manchmal das andere.“ (Als Antwort auf die Frage, was man können muss, um gute Kinderbücher zu schreiben)

„Es gibt kein Verbot für alte Weiber, auf Bäume zu klettern“, sprachs und kletterte an ihrem 80. Geburtstag mit ihrer Freundin um die Wette.

„Arme Kinder! Ich finde, daß ihre Geschichten regelrecht erstickt sind unter Eichhörnchen, die reden, aber nichts von sich geben können, was den Leser schaudern, lachen oder weinen läßt!“ (Astrid Lindgren in einem Interview als Entgegnung zum „Vorwurf“, dass  Mio mein Mio zu gruselig sei)

Bekannt vor allem für ihre lebenslustigen Kinderbuchfiguren etc.  ist aber auch solches von Astrid Lindgren zu lesen:

 “ Wäre ich Gott,
dann würde ich weinen
über die Menschen,
sie, die ich geschaffen
zu meinem Ebenbild.
Wie ich weinen würde
über ihre Bosheit
und Gemeinheit
und Rohheit
und Dummheit
und ihre armselige Güte
und hilflose Verzweiflung
und Trauer …
Und dann all die Kinder,
alle, alle Kinder,
über sie würde ich
am allermeisten weinen.
Ja, wäre ich Gott,
gewiss würde ich viel
über die Kinder weinen,
denn nie habe ich mir gedacht,
dass sie es so wie jetzt
haben sollten.
Ströme, Ströme
würde ich weinen, damit
sie ertrinken könnten
in den gewaltigen Fluten
meiner Tränen,
alle meine armen Menschen,
und endlich Ruhe wäre.“
 

Astrid Lindgren (Aus dem Schwedischen von Anna-Liese Komitzky)

 
 
Bildnachweis:
Ill. der Pippi Langstrumpf von Katrin Engelking aus: Astrid Lindgren: Pippi Langstrumpf geht an Bord. Verl. Oetinger, Hamburg 2007
Astrid Lindgren auf dem Baum: Vallentuna 1978, Beppe Arvidsson
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Published in: on Januar 27, 2012 at 3:57 pm  Schreibe einen Kommentar  

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