150. Todestag von Henry David Thoreau

Foto: Wikipedia/Benjamin D. Maxham

 
 
„Ich ging in die Wälder, weil mir daran lag, mit Bedacht zu leben, mich nur den wesentlichen Tatsachen des Lebens auszusetzen und zu sehen, ob ich nicht begreifen könnte, was es zu lehren hat, um nicht, wenn es ans Sterben geht, herauszufinden, dass ich nicht gelebt hatte.“ (Henry David Thoreau)

Der amerikanische Schriftsteller und Philosoph wurde am 12.  Juli 1817 in Concord/Massachusetts geboren und starb vor genau 150 Jahren am 6. Mai 1862 an den Folgen einer Tuberkuloseerkrankung.

Berühmt wurde er erst lange nach seinem Tod. Heute gilt er als  „…Vater der Ökologiebewegung, als Mentor des zivilen Ungehorsams, als Lehrer der Einfachheit und Einsamkeit, als genauer Beobachter der Natur, als Naturphilosoph, Poet und Prophet“ (Heckmair/Michl 1998:10-11)

Zu Lebzeiten hielt man ihn  eher für einen Sonderling, Eigenbrötler und Faulpelz. Es war die  Zeit der beginnenden Industrialisierung, der Sklaverei, der technischen und geographischen Expansion und dem Bestreben, die Natur zu beherrschen. Er selbst versuchte ein selbstgenügsames, einfaches Leben im Einklang mit der Natur und wandte sich aktiv gegen die Sklaverei und soziale Ungerechtigkeiten.

Sein Essay „Bürgerlicher Ungehorsam“ (später als Buch „Über die Plicht zum Ungehorsam gegenüber dem Staat“, 1849) sowie sein Buch „Walden oder Leben in den Wäldern (1854) inspirierte u.a. Mahatma Ghandi, Martin Luther King,   Joan Baez, Hermann Hesse, die französische Résistance, englische Gewerkschaften, die amerikanische Bürgerrechtsbewegung, Hippies und Wehrdienstverweigerer.

Zitate

„Als ob man die Zeit totschlagen könnte, ohne die Ewigkeit zu verletzen.“

„Ein neues Leben können wir nicht anfangen,
aber täglich einen neuen Tag.“

„Manche sind fleißig und scheinen die Arbeit um ihrer selbst willen zu lieben, oder vielleicht, weil sie dadurch vor gröberen Unfug abgehalten werden; diesen habe ich im Augenblick nichts zu sagen…
Ich möchte nur, dass jeder sorgfältig trachtete, seinen eigenen Weg zu finden und nicht stattdessen den seines Vater, seiner Mutter oder seines Nachbarn.“

Links

Ausführlich zu Leben und Werk, Auszüge aus seinen Tagebüchern

Henry David Thoreau über Individuum, Gesellschaft und Staat auf http://www.denkanstösse.de

Besprechung im Deutschlandradio

Ein Artikel über den „Mann im Wald“ in der Zeit

Henry David Thoreau – damals und heute ein „Unbequemes Gewissen“ in der Kulturzeit auf 3sat.de

Überblick über Leben und Werk des Autors inkl. ausgewählter, auch englischsprachiger Links

Wie aktuell ist Henry David Thoreau heute – „Zivilisationskritik im Binnenmeer“   im Tagesspiegel

Rezension zu „Walden : Ein Leben mit der Natur“ auf http://www.sandammeer.de

„Welch grosser Sohn Concordes…“ in: Der Europäer, 2003, Heft 7/8

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Published in: on Mai 7, 2012 at 10:32 am  Schreibe einen Kommentar  

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