Bald ist Ostern…

und es warten jede Menge Osterbücher mit vielen Anregungen zur Vorbereitung auf das Osterfest in der Bibliothek

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Published in: on März 31, 2017 at 12:25 pm  Schreibe einen Kommentar  

„Die Stimme Amerikas – US-Musik in der DDR“ Film und Gespräch mit Michael Rauhut

Amerikanische Musik geriet nach 1945 zwischen die Fronten des Kalten Krieges, wie Michael Rauhut und Tom Franke in ihrem Film „Die Stimme Amerikas – US-Musik in der DDR“  dokumentieren. Die Produktion ist am 20. März 2017 ab 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek in Neustadt an der Orla zu sehen. Michael Rauhut wird in den Abend einführen und zum Gespräch zur Verfügung stehen.

Foto Dokfilm

Die Vereinigten Staaten von Amerika besaßen in der DDR einen vielschichtigen Symbolgehalt. Ihren Anhängern galten sie als »Land der unbegrenzten Möglichkeiten«, ein Sinnbild von Freiheit, während die Propaganda zwischen zwei Lagern unterschied: die ›herrschende Klasse‹, die das Prinzip des Kapitalismus auf die Spitze trieb, und das ›einfache Volk‹, die ›Ausgebeuteten und Unterdrückten‹. Sie wurden als »das andere Amerika« gepriesen. Beide Seiten, die Sympathisanten wie auch die Gegner der USA, sahen ihre Idee von der Neuen Welt in den unterschiedlichen Formen populärer Musik gespiegelt. Je nach Perspektive galt sie als dekadent oder erlösend, wurde sie als ideologische Wunderwaffe geschmäht oder spendete sie Kraft. Amerika besaß einen Klang.

Afroamerikanische Musik – Blues, Jazz, Gospel oder Soul – hatte einen besonderen Status. Man entdeckte in ihr die Spuren der Sklaverei, konserviertes Unrecht und Leid, ein Sichauflehnen gegen die Verhältnisse. Während die offizielle Lesart das Protestpotenzial dieser Musik lediglich auf die USA bezog, hörte der nonkonforme DDR-Bürger in ihr einen Kommentar zur eigenen Situation. Heftige Debatten entzünden sich am Jazz, er wird lange Jahre als Sirenengesang des ›Klassenfeinds‹ verteufelt. Die Stimme des fortschrittlichen, »anderen Amerika« entdeckt die Propaganda hingegen in ›schwarzen‹ Volksliedtraditionen. 1960 kommt der Weltstar Paul Robeson als Staatsgast in die DDR, ein »Sänger des Friedens«. Fünf Jahre später tourt Louis Armstrong durch den Osten Deutschlands. Er öffnet so manche politische Tür für den Jazz.

Einen besonderen Platz räumt der Film Etta Cameron (1939–2010) ein. Die afroamerikanische Sängerin kommt 1968 in die DDR und lebt fast fünf Jahre lang im Ostberliner Stadtteil Prenzlauer Berg. In ihrer Wahrnehmung fließen brennglasartig divergierende Amerikabilder zusammen. Weil sie sich simultan in verschiedenen gesellschaftlichen Milieus bewegt, in den Medien genauso zu Hause ist wie im Schutzraum der Kirche, fungiert Etta Cameron als Spiegel konkurrierender Interessen, Visionen und Sehnsüchte.

Michael Rauhut, geboren 1963, studierte von 1984 bis 1989 Musik- und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU). Nach seiner Promotion zum Doktor der Philosophie arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Berliner Institut für zeitgeschichtliche Jugendforschung. Weitere Stationen waren das Institut für Musik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (2006) und die Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (2007). Seit 2008 ist Rauhut als Professor für populäre Musik am Institut für Musik der Universität Agder in Kristiansand (Norwegen) und seit 2009 ordentliches Mitglied der Agder Vitenskapsakademi.

Die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen setzt mit der Filmreise ihren langjährigen Schwerpunkt zum Verhältnis von Musik, Jugendkulturen und Politik in der DDR fort. Der Filmabend ist eine gemeinsame Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Stadtbibliothek Neustadt an der Orla. (D. Pfletscher)

Um Voranmeldung wird gebeten Tel: 036481/22901 oder stadtbibliothek@neustadtanderorla.de
Der Eintritt ist frei.

Published in: on März 9, 2017 at 12:24 pm  Schreibe einen Kommentar  

Wir wünschen ein frohes Fest und erholsame Feiertage

 

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Die Bibliothek hat über die Feiertage normal geöffnet.

Denken Sie daran, Ihren Ausweis für die Nutzung der Onleihe im neuen Jahr verlängern zu lassen. Sie können das ab Dienstag, 3. Januar 2017 telefonisch, persönlich oder per E-mail erledigen.

Published in: on Dezember 21, 2016 at 11:58 am  Schreibe einen Kommentar  

„Sex vor zwölf“ und „Frauen sind die besseren Männer“ – Kabarettistische Lesung von und mit U. S. Levin

Am Mittwoch, 16. November 2016, kommt U. S. Levin nach Neustadt an der Orla.  Seine kabarettistische Lesung in der Stadtbibliothek beginnt um 19.00 Uhr. Auf die von ihm gewohnte verschmitzte Art wird er seine Satiren aus den Büchern „Sex vor zwölf“ und „Frauen sind die besseren Männer“ zum Besten geben.

US. Levin, wurde 1960 in Laucha (Sachsen-Anhalt) geboren und drei Jahre später „nach Sachsen verschleppt“. Der gelernte Tischler begann Anfang der 1990er Jahre, mit seinen satirischen Texten, Gedichten und Aphorismen die Leserinnen und Leser verschiedener Tageszeitungen zu erheitern und zu unterhalten. Seitdem ist er aus der Szene der mitteldeutschen Lachmuskeltrainer nicht mehr wegzudenken, was seine bisher zwölf veröffentlichten Bücher, regelmäßige Veröffentlichungen in der Satirezeitschrift „Eulenspiegel“ und unzählige Lesungen belegen.

„Sex vor zwölf“ (Klappentext):levin__u-_s-__se_537b09d360291
Ob Schul- oder Menopause, ob glücklich oder verheiratet, ob einsam oder geschieden – in U. S. Levins urkomischen Satiren zur schönsten Nebensache findet sich jeder wieder! Sein Credo: »Wunden müssen schmerzen, sonst tun sie nicht weh!« Die Protagonisten seiner locker-leicht erzählten Episoden verhandeln in unterschiedlichen Situationen die Frage, ob Sex im gehobenen Alter überhaupt noch relevant ist und wenn ja – wie und warum. Aber keine Sorge, Levin bleibt auf dem Teppich: Seine Geschichten sind lebensnah und handlungsreich, mal sinnlich, mal deftig, aber niemals plump. Und: Peter Dunschs zauberhafte Karikaturen setzen noch einen herzhaften Lacher obendrauf.

levin__u-s-__fra_55700d76c0450„Frauen sind die besseren Männer“  (Klappentext):
Endlich gibt es nun das sehnsüchtig erwartete Best-of der Satiren aus den ersten und längst vergriffenen Büchern von U. S. Levin. Darin begegnen dem Leser die lieb gewonnen Protagonisten – der Ich-Erzähler selbst, seine Frau und wie stets das nachbarliche Ehepaar Stürzler – in Geschichten, die das Eheleben so schreibt, vom Autor herrlich überspitzt, urkomisch, wie nur er es bewerkstelligen kann. Da geht es um die Angst des Mannes um sein bestes Stück: sein Auto, und darum, ob die Ehefrau ans Steuer darf. Das alleine kann schon Albträume bereiten. Und wenn noch die neue junge Nachbarin im Fahrstuhl auftaucht, dann ist der Ehefrieden ganz dahin. Doch zum Glück kommt ja jedes Jahr der Hochzeitstag, an dem Mann alles wiedergutmachen kann …

Nicht fehlen dürfen natürlich die schwarz-humorigen Karikaturen von Peter Dunsch, ohne die seine Bücher nur halb so schön wären, wie Levins Frau zu urteilen weiß. Und Frauen haben ja bekanntlich immer Recht! Aber sind sie auch die besseren Männer? Finden Sie’s heraus!

Eintrittskarten zum Preis von 6 Euro (5 Euro ermäßigt) können im Vorverkauf in der Touristinformation und in der Stadtbibliothek oder an der Abendkasse erworben werden. Reservierungen sind per E-Mail an stadtbibliothek@neustadtanderorla.de ebenfalls möglich.

Published in: on November 15, 2016 at 10:18 am  Schreibe einen Kommentar  

Liebe Besucherinnen und Besucher der Stadtbibliothek Neustadt an der Orla, liebe Bücher- und Bibliotheksfreunde!

buchhätten Sie Interesse, sich in einem Förderverein für die Stadtbibliothek Neustadt an der Orla zu engagieren?

Wenn ja, sprechen Sie uns an. Wir wollen ins Gespräch kommen und freuen uns auf Sie!

Ihre Stadtbibliothek

Published in: on Mai 31, 2016 at 10:13 am  Schreibe einen Kommentar  

„Die irrtümlichen Abenteuer des Herrn Godot“ – Lesung mit Marion Brasch

Am Mittwoch, 15. Juni 2016, liest die Hörfunkjournalistin und Schriftstellerin Marion Brasch in der Stadtbibliothek Neustadt an der Orla aus ihrem Roman „Die irrtümlichen Abenteuer des Herrn Godot“. Die Veranstaltung der 19. Thüringer Literaturtage wird vom Lesezeichen e. V. und der Stadtbibliothek organisiert.

Marion Brasch c Joerg Steinmetz

Foto: Jörg Steinmetz

Im dritten, wunderbar absurden Roman der Berlinerin warten Wladimir und Estragon auf Godot, doch er kommt nicht. Vielleicht hat er sich verlaufen, oder er weiß gar nicht, dass jemand auf ihn wartet. Godot erlebt seltsame Abenteuer: Nachdem er bei einem schweren Unwetter den Niedergang der Werte überstanden hat, begegnet er dem Weihnachtsmann, verbringt eine surreale Nacht im Kaufhaus und verliert kurz darauf seine Stimme, die er beim Gefährlichen Reißwolf wiederzufinden hofft. Er macht Bekanntschaft mit dem jungen Hermann Hesse, der gerade eine Schreibblockade hat, begegnet einem verwöhnten Lackaffen und einer sonderbaren Fischfängerin. Und so ganz nebenbei wird auch das Geheimnis der Weltformel gelüftet.

Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr. Eintrittskarten zum Preis von 6 Euro (5 Euro ermäßigt) können im Vorverkauf in der Stadtbibliothek und in der Touristinformation erworben werden. Kartenreservierungen sind telefonisch unter 036481-22901 oder per E-Mail an stadtbibliothek@neustadtanderorla.de möglich.

Marion Brasch wurde 1961 in Ost-Berlin geboren. Nach dem Abitur und der Ausbildung zur Schriftsetzerin arbeitete sie zunächst in einer Druckerei, später bei verschiedenen Verlagen und dem Verband der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR.
Von 1987 bis 1992 war sie beim Radiosender DT64 als Musikredakteurin, Moderatorin und Autorin tätig. Nach Zwischenstationen bei zwei Rundfunksendern ist sie seit 1997 freiberuflich für Radio Eins (RBB) tätig. In den letzten Jahren war die Mutter einer Tochter auch schriftstellerisch tätig und veröffentlichte drei Romane. Ihre Familiengeschichte liest sich nicht nur spannend wie ein Buch, sie wurde von ihr als solches 2012 unter dem Titel „Ab jetzt ist Ruhe“ auch veröffentlicht.

Die Familie deutsch-österreichischer Kommunisten mit jüdischen Wurzeln war geprägt von Spannungen, ausgetragen in einem Generationenkonflikt zwischen dem Vater und seinen Söhnen. Vater Horst Brasch arbeitete nach seiner Rückkehr aus dem politischen Exil in Großbritannien als Zeitungsredakteur. Dann schlug er eine politische Laufbahn ein, bekleidete verschiedene Ämter bis hin zum stellvertretenden Kulturminister der DDR. Seine ideologische Linientreue sprang nicht auf seine drei Söhne über.

Der älteste, Thomas Brasch, wurde während seines Journalistik-Studiums an der Karl-Marx-Universität Leipzig wegen „Verunglimpfung führender Persönlichkeiten der DDR“ exmatrikuliert. 1968 verteilte er Flugblätter gegen den Einmarsch der sowjetischen Truppen, was ihm eine Haftstrafe einbrachte. Angezeigt hatte ihn sein eigener Vater.
Thomas Brasch wurde nach seiner Ausreise 1976 die literarische Stimme der Nachkriegskinder ostdeutscher Herkunft. Eine inoffizielle Mitarbeiterin der Staatssicherheit denunzierte ihn als Staatsfeind, wie auch seinen Bruder Klaus Brasch. Dieser hatte die Schauspielschule besucht, galt als junges Talent und war auf verschiedenen Bühnen der Republik und in DEFA-Produktionen zu sehen („Solo Sunny“).
Peter Brasch, der jüngste der drei Brüder, wurde ebenfalls während seines Studiums exmatrikuliert, weil er gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann protestiert hatte. Er blieb aber in der DDR, übersetzte Theaterstücke und schrieb für den Rundfunk. Nach der Wende arbeitete er als Dramaturg und Regisseur.

Alle drei Brasch-Söhne starben früh und teils unter ungeklärten Umständen. Im Gegensatz zu ihren Brüdern rebellierte Marion Brasch nicht, weder gegen den Vater, noch gegen das System. Die letzte Überlebende ihrer Familie ging ihren eigenen Weg. Heute ist sie eine weithin geschätzte Journalistin und Autorin. (D. Pfletscher)

Published in: on Mai 31, 2016 at 9:43 am  Schreibe einen Kommentar  

Am 5./6. Mai geschlossen

Die Bibliothek „nimmt“ einen Brückentag und bleibt am Freitag, den 6. Mai, geschlossen. Bitte beachten Sie: der 5. Mai ist ein regulärer Feiertag – auch da haben wir geschlossen.

Published in: on April 29, 2016 at 1:11 pm  Schreibe einen Kommentar  

Bibliotheksangebote für Alle

Published in: on April 22, 2016 at 11:28 am  Schreibe einen Kommentar  

Grauen und Tragödien in der Stadtbibliothek mit Hans Thiers und Michael Kirchschlager „Mordfälle im Bezirk Gera II“

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!!!AUSVERKAUFT!!!

Mittwoch, 24.02.2016, 19:00, Stadtbibliothek Rathaussaal im Rathaus, Markt 1
Kriminalromane gibt es zahlreiche, das besondere an „Mordfälle im Bezirk Gera“ ist, dass diese Verbrechen und Tötungsdelikte nicht Thiers Fantasie entsprungen sind, sondern er sie selbst bearbeitet hat bzw. die Aufklärung unter seiner Leitung stand. Über 70 Mordfälle sind nun in zwei Bänden dokumentiert, ein einzigartiges publizistisches Werk, welches u.a. auch den Mord an einem Kind in Neustadt an der Orla beinhaltet. Ex-Kriminalrat a.D. Hans Thiers und sein Verleger Michael Kirchschlager gehen mit uns, der interessierten Zuhörer-,Leserschaft, an grauenvolle Tatorte, auf Spurensuche, beschreiben unglaubliche Mordtaten, lassen uns teilhaben an der Arbeit der Kriminalpolizei zu DDR-Zeiten, analysieren Tatmotive, zitieren aus psychologischen Gutachten und den erschreckenden Geständnissen der Täter und weisen auf die jeweiligen Strafmaße hin. Bei einigen Fällen, besonders denen im ersten Teil des Buches, kannte man mit den Mördern keine Gnade. Das Urteil lautete zumeist: Todesstrafe mittels Fallschwertmaschine und seit 1977 Todesurteil per Genickschuss.
Kartenvorbestellung (8,00/6,00 €) unter 036481/22901  stadtbibliothek@neustadtanderorla.de

Published in: on Februar 4, 2016 at 1:00 pm  Schreibe einen Kommentar  

Wir wünschen ein frohes Fest und erholsame Feiertage

Weihnachtskugel, Christbaumkugel, ChristbaumschmuckDie Bibliothek hat vom 24. Dezember 2015 bis zum 4. Januar 2016 Winterpause.

Wir freuen uns, Sie ab dem 5. Januar 2016 wieder hier begrüßen zu können.

Published in: on Dezember 16, 2015 at 9:45 am  Schreibe einen Kommentar