„Sex vor zwölf“ und „Frauen sind die besseren Männer“ – Kabarettistische Lesung von und mit U. S. Levin

Am Mittwoch, 16. November 2016, kommt U. S. Levin nach Neustadt an der Orla.  Seine kabarettistische Lesung in der Stadtbibliothek beginnt um 19.00 Uhr. Auf die von ihm gewohnte verschmitzte Art wird er seine Satiren aus den Büchern „Sex vor zwölf“ und „Frauen sind die besseren Männer“ zum Besten geben.

US. Levin, wurde 1960 in Laucha (Sachsen-Anhalt) geboren und drei Jahre später „nach Sachsen verschleppt“. Der gelernte Tischler begann Anfang der 1990er Jahre, mit seinen satirischen Texten, Gedichten und Aphorismen die Leserinnen und Leser verschiedener Tageszeitungen zu erheitern und zu unterhalten. Seitdem ist er aus der Szene der mitteldeutschen Lachmuskeltrainer nicht mehr wegzudenken, was seine bisher zwölf veröffentlichten Bücher, regelmäßige Veröffentlichungen in der Satirezeitschrift „Eulenspiegel“ und unzählige Lesungen belegen.

„Sex vor zwölf“ (Klappentext):levin__u-_s-__se_537b09d360291
Ob Schul- oder Menopause, ob glücklich oder verheiratet, ob einsam oder geschieden – in U. S. Levins urkomischen Satiren zur schönsten Nebensache findet sich jeder wieder! Sein Credo: »Wunden müssen schmerzen, sonst tun sie nicht weh!« Die Protagonisten seiner locker-leicht erzählten Episoden verhandeln in unterschiedlichen Situationen die Frage, ob Sex im gehobenen Alter überhaupt noch relevant ist und wenn ja – wie und warum. Aber keine Sorge, Levin bleibt auf dem Teppich: Seine Geschichten sind lebensnah und handlungsreich, mal sinnlich, mal deftig, aber niemals plump. Und: Peter Dunschs zauberhafte Karikaturen setzen noch einen herzhaften Lacher obendrauf.

levin__u-s-__fra_55700d76c0450„Frauen sind die besseren Männer“  (Klappentext):
Endlich gibt es nun das sehnsüchtig erwartete Best-of der Satiren aus den ersten und längst vergriffenen Büchern von U. S. Levin. Darin begegnen dem Leser die lieb gewonnen Protagonisten – der Ich-Erzähler selbst, seine Frau und wie stets das nachbarliche Ehepaar Stürzler – in Geschichten, die das Eheleben so schreibt, vom Autor herrlich überspitzt, urkomisch, wie nur er es bewerkstelligen kann. Da geht es um die Angst des Mannes um sein bestes Stück: sein Auto, und darum, ob die Ehefrau ans Steuer darf. Das alleine kann schon Albträume bereiten. Und wenn noch die neue junge Nachbarin im Fahrstuhl auftaucht, dann ist der Ehefrieden ganz dahin. Doch zum Glück kommt ja jedes Jahr der Hochzeitstag, an dem Mann alles wiedergutmachen kann …

Nicht fehlen dürfen natürlich die schwarz-humorigen Karikaturen von Peter Dunsch, ohne die seine Bücher nur halb so schön wären, wie Levins Frau zu urteilen weiß. Und Frauen haben ja bekanntlich immer Recht! Aber sind sie auch die besseren Männer? Finden Sie’s heraus!

Eintrittskarten zum Preis von 6 Euro (5 Euro ermäßigt) können im Vorverkauf in der Touristinformation und in der Stadtbibliothek oder an der Abendkasse erworben werden. Reservierungen sind per E-Mail an stadtbibliothek@neustadtanderorla.de ebenfalls möglich.

Advertisements
Published in: on November 15, 2016 at 10:18 am  Schreibe einen Kommentar  

Über Blues im geteilten Deutschland

Musikwissenschaftler Michael Rauhut in Neustadt an der Orla

Obwohl der Musikwissenschaftler und Kenner der (DDR-)Musikszene Michael Rauhut seit über acht Jahren in Norwegen lebt und arbeitet, ist er immer wieder in Deutschland unterwegs, um seine Veröffentlichungen vorzustellen. So auch am Mittwoch, 9. November 2016, wenn er mit seinem aktuellen Buch „Ein Klang – zwei Welten. Blues im geteilten Deutschland, 1945 bis 1990” nach Neustadt an der Orla kommt. Seine neuen Erkenntnisse zum Thema Blues in Wort, Bild und Musik stellt er ab 19.00 Uhr in der Stadtbibliothek vor, untermalt mit Bild und Ton. Die Lesereise wird von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen organisiert. Moderiert wird der Abend von Peter Reif-Spirek.

9783837633870_216x1000Der transcript Verlag schreibt über das Buch:
„Der Blues wird gern auf eine Handvoll Klischees und zwölf Takte reduziert. Doch tatsächlich verbergen sich hinter der scheinbar standardisierten Klangoberfläche mannigfaltige Formen des kulturellen Gebrauchs. Mittels umfangreicher Archivrecherchen illustriert Michael Rauhuts Vergleich der Entwicklung des Blues in Ost- und Westdeutschland, wie soziale und politische Verhältnisse den Sinn von Musik formen. Rauhut zeigt: Wenn auch die Sounds weltweit gültigen Mustern folgen und kaum Unterschiede erkennen lassen, sind doch die Bedeutungszusammenhänge, in denen sich der Blues realisiert, durchaus verschieden. Die Studie bietet nicht nur ein kultur- und musikgeschichtliches Resümee der Genese des Blues in Deutschland, sondern leistet auch einen Beitrag zur Globalisierungsdebatte.“

Michael Rauhut, geboren 1963, studierte von 1984 bis 1989 Musik- und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und war im Anschluss drei Jahre lang Doktorand am Forschungszentrum populäre Musik der HU. Nach seiner Promotion zum Doktor der Philosophie arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Berliner Institut für zeitgeschichtliche Jugendforschung. 2000 kehrte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Lehrstuhls „Theorie und Geschichte der populären Musik“ am Musikwissenschaftlichen Seminar zur Humboldt-Universität zurück. Seine weiteren Stationen waren das Institut für Musik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (2006) und die Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (2007). Seit 2008 ist Rauhut als Professor für populäre Musik am Institut für Musik der Universität Agder in Kristiansand (Norwegen) und seit 2009 ordentliches Mitglied der Agder Vitenskapsakademi. rauhut-2014

Rauhut war auch als Moderator und Redakteur beim Berliner Radiosender JazzRadio 101,9 und Autor der Musikredaktion von Deutschlandradio Berlin tätig. Der Jury für Blues und Bluesverwandtes beim Preis der Deutschen Schallplattenkritik gehört er seit 2008 an.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Um Voranmeldung wird gebeten Tel.: 036481/22901 oder stadtbibliothek@neustadtanderorla.de

Published in: on November 1, 2016 at 12:02 pm  Schreibe einen Kommentar  

Tiptoi-Bücher in der Bibliothek

img_20161007_142032Das Tiptoi-System vom Ravensburger Buchverlag kann Geräusche, Musik oder Hintergrundberichte zum Buch hörbar machen und spielerisch Wissen vermitteln.

Insgesamt stehen erst einmal 24 Tiptoi-Bücher zur Ausleihe bereit.
Die Bilderbücher (ohne Stift) können ab sofort in der Bibliothek ausgeliehen und zu Hause mit dem eigenen Stift gelesen werden. Wer Tiptoi noch nicht kennt, kann diese Bücher in der Bibliothek  mit den entsprechenden Stiften ausprobieren.

Published in: on Oktober 7, 2016 at 2:43 pm  Schreibe einen Kommentar  

„Wir sind nicht für die Wirklichkeit gemacht, sondern für Liebe“ – Ein Abend mit Texten von Kersten Flenter und Musik von Lukas Rauchstein

Mittwoch, 26. Oktober 2016   19.00 Uhr in der Stadtbibliothek

Lukas Rauchstein Foto: Felix Funke

Lukas Rauchstein Foto: Felix Funke

 

Der Abend widmet sich dem Thema Liebe – allerdings nicht verkitscht, sondern leicht verkatert.
Die „Ottawa Sun“ nannte Kersten Flenter den „Hofdichter des Underground“. Seit 1993 schreibt er Texte auf der Klippe zwischen Melancholie und Gelächter. In mehr als 20 Büchern in großen und kleinen Verlagen sind seine Gedichte, Erzählungen, Romane und Kolumnen erschienen. Nach über 1000 Lesungen im In- und Ausland ist ihm die Bühne ebenso vertraut wie der Schreibtisch. In Neustadt an der Orla wird er einen Querschnitt durch sein Werk vorstellen, darunter seine Sammlung von Tresenliedern „Bevor du mich schön trinkst“ und seinen Band „Wir sind nicht für die Wirklichkeit gemacht, sondern für die Liebe“.
Wenn Lukas Rauchstein eine Bühne betritt, wird er zum neuen Hans Albers mit einem Schluck Tom Waits intus. Das könnte mit dem Akkordeon zu tun hab, dass Rauchstein spielt, wenn er nicht am Klavier sitzt. Die Lieder des Rostockers schmecken bekannt und doch speziell, wie Erdbeeren mit Pfeffer und Brackwasser, handeln von Liebe und vom Trinken, von Armut und Ausgrenzung und vom Leben als Leuchtturm. Jung, dynamisch und unzweifelhaft charmant.

Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Lese-Zeichen e.V

Kersten Flenter Foto: Angela Wulf

Kersten Flenter Foto: Angela Wulf

Eintritt: € 5,-/€ 4,-
VVK: Um Reservierung wird gebeten in der Stadtbibliothek bzw. unter 036481-22901 oder stadtbibliothek@neustadtanderorla.de

Published in: on Oktober 5, 2016 at 7:47 pm  Schreibe einen Kommentar  

Urlaubszeit – Lesezeit – Empfehlungen

Einen wunderschönen Sommer, viele erholsame Urlaubstage, ob in näherer oder fernerer Umgebung – natürlich immer mit der passenden Lektüre aus Ihrer Bibliothek, das wünscht Ihnen das Team der Neustädter Stadtbibliothek.

Da der eBook-Reader für viele Leser inzwischen ein unverzichtbarer Begleiter geworden ist (vor allem bei Fernreisen), beziehen sich einige unserer Empfehlungen auch auf das Online-Angebot, das dem Thüringer Bibliotheksnetz ThueBIBNet zu entnehmen ist.

Jonas Jonasson: Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind

jonassonJohan Andersson – seit seinen zahllosen Gefängnisaufenthalten nur noch »Mörder-Anders« genannt – ist frisch aus dem Knast entlassen und braucht einen neuen Job sowie neue Freunde. Da kommt ihm die Begegnung mit der geschäftstüchtigen Pfarrerin Johanna Kjellander, die wegen ihrer atheistischen Gesinnung arbeitslos geworden ist, gerade recht. Zusammen mit dem Hotel-Rezeptionisten Per Persson gründen sie eine »Körperverletzungsagentur« mit Mörder-Anders in der Rolle des Auftragsschlägers. Die Nachfrage läuft blendend. Bis Mörder-Anders nach dem höheren Sinn des Ganzen fragt, sich plötzlich für Gott interessiert und friedfertig werden will. Doch Stockholms Gangsterbosse haben mit ihm noch eine Rechnung offen und nehmen Mörder-Anders und seine Freunde gründlich in die Zange …
Augenzwinkernd und respektlos nimmt Jonas Jonasson die menschliche Profitgier aufs Korn und hat mit Anders einen unvergesslichen Anti-Helden erschaffen.

Elke Heidenreich: Alles kein Zufall. Kurze Geschichten heidenreich

Alle wollen immer glücklich sein. Aber was ist eigentlich Glück? Und wer war schon dauerhaft glücklich? Was ist dieses Leben, diese Reihe von unterschiedlichen Momenten, die manchmal wirken, als hätte irgendein Gott gewürfelt? Elke Heidenreich erzählt von sich, von Liebe und Streit, von Begegnungen und Trennungen, von Tieren, Büchern und damit von uns allen. Sie zeigt in kurzen Geschichten, traurigen und komischen Szenen all die Situationen, in denen jeder sich wiedererkennt – und die dann zusammenwachsen zu einem einzigen Roman jedes unwiederholbaren Lebens. Denn wenn man nur genau genug hinschaut, ist so ein Menschenleben mit all seinen Glücks- und Unglücksfällen alles andere als ein Zufall.

Thomas Enger: Gejagt (Henning-Juul-Roman ; 4)

engerFür welches Geheimnis würden sie töten? Nach dem Tod ihres Vaters nimmt sich Hedda Hellberg eine Auszeit – und taucht nicht wieder auf. Als Henning Juuls Exfrau Nora von dem Verschwinden ihrer ehemaligen Schulfreundin erfährt, kann sie nicht glauben, dass diese freiwillig ihre Familie verlassen hat. Schnell findet sie heraus, dass Hedda in einen schwedischen Mordfall verwickelt ist. Als Nora bei ihren Nachforschungen stecken bleibt, wendet sie sich an Henning – und bald befindet sich das Expaar auf gefährlichem Terrain. Denn irgendjemand ist bereit zu töten, um eines der dunkelsten Geheimnisse der europäischen Geschichte zu bewahren …

Wieder ein höchst spannender Thriller mit anhaltendem Lesesog, der im überraschenden Finale alle Handlungsfäden zusammenführt.

Benedict Wells: Vom Ende der Einsamkeitwells

Schon der Debütroman von Benedict Wells war ein großer Erfolg: „Becks letzter Sommer“ wurde mit Christian Ulmen sogar verfilmt. Mit „Fast genial“ gelang dem 1984 in München geborenen Autor dann sofort der Sprung auf die vorderen Plätze der Bestsellerliste. Der neue Roman von Benedict Wells „Vom Ende der Einsamkeit“.

»Eine schwierige Kindheit ist wie ein unsichtbarer Feind: Man weiß nie, wann er zuschlagen wird.« Jules und seine beiden Geschwister wachsen behütet auf, bis ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen. Als Erwachsene glauben sie, diesen Schicksalsschlag überwunden zu haben. Doch dann holt sie die Vergangenheit wieder ein. Ein berührender Roman über das Überwinden von Verlust und Einsamkeit und über die Frage, was in einem Menschen unveränderlich ist. Und vor allem: eine große Liebesgeschichte.

Marco Polo – Raus & Los!

poloDie neuen Marco Polo Raus & Los! Erlebnisführer: 66 Ausflugstipps lassen die Langeweile den Koffer packen und der Urlaub zu Hause beginnt. Zum Beispiel: Eifel, München, Hamburg, Münsterland, Rhön/Spessart…

Erlebnis-Guide und Erlebnis-Karte für Ausflug, Wochenende und Urlaub: mit Raus & Los finden Sie das passende Ausflugsziele nach Lust, Laune und Wetter! 66 Ausflugstipps werden im Buch ausführlich beschrieben und sind in der großen Erlebniskarte verzeichnet.

Jane Gardam: Ein untadeliger Manngardam1

Alles an Edward Feathers ist ohne Fehl und Tadel – seine Garderobe, seine Manieren und sein Ruf als Anwalt mit glänzender Karriere in Hongkong. Nun ist er alt und muss mit dem Tod seiner Frau Betty zurechtkommen, so wie er immer mit allem zurechtgekommen ist. Seine perfekte Haltung täuscht alle und manchmal sogar ihn selbst. Doch mit Bettys Tod bricht etwas in ihm auf, und behutsam beginnt Feathers, vergangene Ereignisse ans Licht zu holen. An einem kalten englischen Wintermorgen setzt er sich ans Steuer seines Wagens und fährt los, das eigene Leben zu erkunden.

„Jane Gardam erzählt nicht nur die Lebensgeschichte eines „untadeligen Mannes“, sondern nebenbei auch ein Stück Geschichte des britischen Empires SWR 2 Buch der Woche am 9.11.2015

Onleihe: eBook

gardam2Jane Gardam: Eine treue Frau

Manchmal vergisst Betty, dass sie keine Chinesin ist, so selbstverständlich nah ist ihr das Land, dessen Sprache sie seit Kindertagen beherrscht. Diese elementare Liebe zum Fernen Osten verbindet sie tief mit ihrem künftigen Mann Edward Feathers, dem jungen Star unter den Richtern der Krone in Hongkong. Als Betty Edward ewige Treue verspricht, weiß sie intuitiv, dass ihre Ehe kaum auf wilder Leidenschaft gründen wird. Doch sie ahnt nicht, dass sie nur eine Stunde später der Liebe ihres Lebens begegnen wird, Edwards Erzrivalen Terry Veneering.

Jane Gardams „Eine treue Frau“ ist ein umwerfend kluger, zarter Roman über die Spielarten von Liebe und Begehren.

Der 3. Teil der Trilogie, „Letzte Freunde“ erscheint im Oktober 2016.

Onleihe: eBook

Published in: on Juli 22, 2016 at 11:54 am  Schreibe einen Kommentar  

Liebe Besucherinnen und Besucher der Stadtbibliothek Neustadt an der Orla, liebe Bücher- und Bibliotheksfreunde!

buchhätten Sie Interesse, sich in einem Förderverein für die Stadtbibliothek Neustadt an der Orla zu engagieren?

Wenn ja, sprechen Sie uns an. Wir wollen ins Gespräch kommen und freuen uns auf Sie!

Ihre Stadtbibliothek

Published in: on Mai 31, 2016 at 10:13 am  Schreibe einen Kommentar  

„Die irrtümlichen Abenteuer des Herrn Godot“ – Lesung mit Marion Brasch

Am Mittwoch, 15. Juni 2016, liest die Hörfunkjournalistin und Schriftstellerin Marion Brasch in der Stadtbibliothek Neustadt an der Orla aus ihrem Roman „Die irrtümlichen Abenteuer des Herrn Godot“. Die Veranstaltung der 19. Thüringer Literaturtage wird vom Lesezeichen e. V. und der Stadtbibliothek organisiert.

Marion Brasch c Joerg Steinmetz

Foto: Jörg Steinmetz

Im dritten, wunderbar absurden Roman der Berlinerin warten Wladimir und Estragon auf Godot, doch er kommt nicht. Vielleicht hat er sich verlaufen, oder er weiß gar nicht, dass jemand auf ihn wartet. Godot erlebt seltsame Abenteuer: Nachdem er bei einem schweren Unwetter den Niedergang der Werte überstanden hat, begegnet er dem Weihnachtsmann, verbringt eine surreale Nacht im Kaufhaus und verliert kurz darauf seine Stimme, die er beim Gefährlichen Reißwolf wiederzufinden hofft. Er macht Bekanntschaft mit dem jungen Hermann Hesse, der gerade eine Schreibblockade hat, begegnet einem verwöhnten Lackaffen und einer sonderbaren Fischfängerin. Und so ganz nebenbei wird auch das Geheimnis der Weltformel gelüftet.

Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr. Eintrittskarten zum Preis von 6 Euro (5 Euro ermäßigt) können im Vorverkauf in der Stadtbibliothek und in der Touristinformation erworben werden. Kartenreservierungen sind telefonisch unter 036481-22901 oder per E-Mail an stadtbibliothek@neustadtanderorla.de möglich.

Marion Brasch wurde 1961 in Ost-Berlin geboren. Nach dem Abitur und der Ausbildung zur Schriftsetzerin arbeitete sie zunächst in einer Druckerei, später bei verschiedenen Verlagen und dem Verband der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR.
Von 1987 bis 1992 war sie beim Radiosender DT64 als Musikredakteurin, Moderatorin und Autorin tätig. Nach Zwischenstationen bei zwei Rundfunksendern ist sie seit 1997 freiberuflich für Radio Eins (RBB) tätig. In den letzten Jahren war die Mutter einer Tochter auch schriftstellerisch tätig und veröffentlichte drei Romane. Ihre Familiengeschichte liest sich nicht nur spannend wie ein Buch, sie wurde von ihr als solches 2012 unter dem Titel „Ab jetzt ist Ruhe“ auch veröffentlicht.

Die Familie deutsch-österreichischer Kommunisten mit jüdischen Wurzeln war geprägt von Spannungen, ausgetragen in einem Generationenkonflikt zwischen dem Vater und seinen Söhnen. Vater Horst Brasch arbeitete nach seiner Rückkehr aus dem politischen Exil in Großbritannien als Zeitungsredakteur. Dann schlug er eine politische Laufbahn ein, bekleidete verschiedene Ämter bis hin zum stellvertretenden Kulturminister der DDR. Seine ideologische Linientreue sprang nicht auf seine drei Söhne über.

Der älteste, Thomas Brasch, wurde während seines Journalistik-Studiums an der Karl-Marx-Universität Leipzig wegen „Verunglimpfung führender Persönlichkeiten der DDR“ exmatrikuliert. 1968 verteilte er Flugblätter gegen den Einmarsch der sowjetischen Truppen, was ihm eine Haftstrafe einbrachte. Angezeigt hatte ihn sein eigener Vater.
Thomas Brasch wurde nach seiner Ausreise 1976 die literarische Stimme der Nachkriegskinder ostdeutscher Herkunft. Eine inoffizielle Mitarbeiterin der Staatssicherheit denunzierte ihn als Staatsfeind, wie auch seinen Bruder Klaus Brasch. Dieser hatte die Schauspielschule besucht, galt als junges Talent und war auf verschiedenen Bühnen der Republik und in DEFA-Produktionen zu sehen („Solo Sunny“).
Peter Brasch, der jüngste der drei Brüder, wurde ebenfalls während seines Studiums exmatrikuliert, weil er gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann protestiert hatte. Er blieb aber in der DDR, übersetzte Theaterstücke und schrieb für den Rundfunk. Nach der Wende arbeitete er als Dramaturg und Regisseur.

Alle drei Brasch-Söhne starben früh und teils unter ungeklärten Umständen. Im Gegensatz zu ihren Brüdern rebellierte Marion Brasch nicht, weder gegen den Vater, noch gegen das System. Die letzte Überlebende ihrer Familie ging ihren eigenen Weg. Heute ist sie eine weithin geschätzte Journalistin und Autorin. (D. Pfletscher)

Published in: on Mai 31, 2016 at 9:43 am  Schreibe einen Kommentar  

Am 5./6. Mai geschlossen

Die Bibliothek „nimmt“ einen Brückentag und bleibt am Freitag, den 6. Mai, geschlossen. Bitte beachten Sie: der 5. Mai ist ein regulärer Feiertag – auch da haben wir geschlossen.

Published in: on April 29, 2016 at 1:11 pm  Schreibe einen Kommentar  

Bibliotheksangebote für Alle

Published in: on April 22, 2016 at 11:28 am  Schreibe einen Kommentar  

„Thüringen in kleinen Schritten“ – Notizen vom hörenden Fußmarsch

Nikolaus Huhn laeuft am 29.04.2013 bei Neuhaus am Rennweg (Th?ringen) mit seinem " Hoergeraet " auf dem Rennsteig. Mit dem selbstgebauten blauen Fahrkasten mit zwei Riesenohren sorgt der Aktionskuenstler auf seiner ueber 1000 Kilometer langen Wanderung durch Thueringen fuer Aufmerksamkeit und sucht ibei zufaelligen Begegnungen die Antwort auf die Frage Ò Was machen wir eigentlich, wenn Selbstverstaendlichkeiten einmal nicht selbstverstaendlich sind? Ó und will mit Unabhaengigkeit von der globalen Wirtschaft " Die Staerken der Region entdecken! " Foto: Michael Reichel (ari)

Lesung und Diskussion mit dem Aktionskünstler Nikolaus Huhn am Mittwoch 20. April, 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek.

Was tun wir, wenn eine Woche lang der Strom ausfällt, Energiepreise obszön ansteigen, der Welthandel oder die Finanzwirtschaft einknicken? Wir können notfalls aus eigener Kraft und aus den Ressourcen der Region leben?
Im Frühjahr 2013 sucht der Thüringer Aktionskünstler Nikolaus Huhn Antworten auf diese Fragen. Zwei Monate lang wandert er durch seine Heimat und hört den Menschen vorbehaltlos zu. Besonders im ländlichen Raum findet er die Stärken der Region. In diesem spannenden Etappenbericht wird keinerlei Schwarzmalerei betrieben. Im Gegenteil: Das Buch beschreibt mit leichter Feder ernste Herausforderungen und lädt ein, sich ihnen zu stellen.

»Herausgekommen sind oft hintersinnige und humorige Texte, die laut Huhn sowohl als gesellschaftliche Bestandsaufnahme als auch als Reisebericht zu lesen seien.« (B. Götte, Freies Wort)Foto Huhn f Fußmarsch

Nikolaus Huhn, geb. 1959, ist gelernter Tischler; selbstständig als Energieberater und im Bereich Wärmedämmung. Autor für die »Süddeutsche Zeitung«, »Freitag«, »Neues Deutschland« und verschiedene Rundfunkanstalten. Seit 1993 lebt er mit seiner Familie im Thüringer Holzland bei Jena.

Kartenvorbestellung (6,- €/5,- €) 036481- 22901 oder stadtbibliothek@neustadtanderorla.de

Bilder des Abends

 

 

Published in: on April 6, 2016 at 10:55 am  Schreibe einen Kommentar